Mit Restholz

Deutsche Shell steigt in das Biomasse-Geschäft ein

Neben Wind- und Solarenergie will die Deutsche Shell jetzt auch in den Biomassemarkt einsteigen. Den Auftakt dazu bildet der Bau eines Heizkraftwerks in Brandenburg, das mit 100 000 Tonnen Holz 80 000 Megawattstunden Strom erzeugen soll.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Deutsche Shell, Hamburg, setzt jetzt auch auf Biomasse. Neben dem bereits bestehenden Engagement in den Bereichen Solar- und Windenergie will Shell die Biomasse zu einem weiteren Standbein im Sektor regenerativer Energien ausbauen.

Dazu plant das Unternehmen, bis zum Jahr 2003 mehrere Biomasse-Heizkraftwerke in der Bundesrepublik zu bauen. Den Auftakt bildet ein Heizkraftwerk, das zusammen mit der Holzfirma RoBeTa im brandenburgischen Milmersdorf/Uckermark errichtet werden soll. Mit etwa 100 000 Tonnen Holz kann das 45 Millionen Mark teure Heizkraftwerk 80 000 Megawattstunden "grünen Strom" produzieren. Das gleicht dem Strombedarf von bis zu 30 000 Haushalten. Das zur Energie-Erzeugung benötigte Holz wird aus dem regionalen Umfeld kommen und entspricht den Anforderungen der Biomasse-Verordnung. So könnten etwa vier Millionen Tonnen ungenutztes Restholz sinnvoll zur Energiegewinnung verwendet werden.