Umfrage

Deutsche schätzen Umweltfreundlichkeit ihrer Heizung oft falsch ein

Einer Umfrage zufolge schätzen viele Verbraucher die Umweltfreundlichkeit ihrer Heizung falsch ein. So sind 70 Prozent der Befragten davon überzeugt gewesen, dass ihre Heizung technisch und umwelttechnisch auf dem neusten Stand sei. Die Wirklichkeit zeichnet indes ein vollkommen anderes Bild.

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Berlin (ddp.djn/sm) - Viele Deutsche schätzen ihre Heizung deutlich umweltfreundlicher und effizienter ein, als sie wirklich ist. Wie eine heute in Berlin vorgestellte Umfrage im Auftrag des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ergab, sind 70 Prozent der Bundesbürger davon überzeugt, dass ihre Heizung effizient arbeite und umwelttechnisch auf dem neusten Stand sei.

Die Wirklichkeit sehe jedoch ganz anders aus: Tatsächlich seien nur maximal zehn Prozent aller 18 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland mit neuer, umweltschonender Technik ausgestattet. Bis zu vier Millionen Heizungen sind laut Schätzungen des ZVSHK technisch veraltet und müssten ausgetauscht werden.

Eine konsequente Modernisierung dieser veralteten Heizungsanlagen könnte laut ZVSHK den notwendigen Energieeinsatz zur Wärmeerzeugung in Gebäuden nahezu halbieren. Derzeit würden annähernd 40 Prozent des gesamten deutschen Energiebedarfs zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Würden die veralteten Heizungsanlagen ausgetauscht, ließe sich der Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid deutlich verringern, sagte ZVSHK-Präsident Bruno Schliefke.

Allein die Verbesserung der Energieeffizienz der Heizungsanlagen reiche nicht aus. Es müssten künftig auch verstärkt erneuerbare Energien wie Biomasse, Erdwärme und Sonnenenergie zum Heizen des Wohnraums eingesetzt werden.