Statistik

Deutsche Ölimportrechnung steigt weiter

Im Dezember 2005 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 9,8 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 8,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (9,1 Millionen Tonnen).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Eschborn (red) - Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im Dezember 351,78 Euro und lag damit um 61,6 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (217,69 Euro). Somit belief sich die deutsche Rohölrechnung im Dezember auf 3,4 Milliarden Euro, 1,5 Milliarden Euro höher als im Vorjahresmonat.

Vergleicht man die Zeiträume Januar 2005 bis Dezember 2005 und Januar 2004 bis Dezember 2004 lassen sich folgende Feststellungen treffen:

  • die Rohöleinfuhren stiegen um 2,0 Prozent von 110,0 auf 112,2 Millionen Tonnen
  • die deutsche Rohölrechnung fiel mit 35,3 Milliarden Euro um 10,9 Milliarden Euro höher aus und
  • der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl lag mit 314,47 Euro (vorher 221,74 Euro) im Schnitt um 41,8 Prozent höher.

Die fünf wichtigsten von insgesamt 27 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (38,3 Millionen Tonnen), Norwegen (17,3 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,6 Millionen Tonnen), Libyen (12,9 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,3 Millionen Tonnen). 28,4 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen. 22,8 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.