Energieeffizienz

Deutsche kaufen vermehrt grünere Fahrzeuge

Die Fahrzeuge auf deutschen Straßen werden grüner. Bei den Neuzulassungen sind immer mehr Autos den Energieeffizienzklassen A+, A und B zugeordnet, berichtet die Deutsche Energie-Agentur. Erstmals sei außerdem die Effizienzklasse B stärker vertreten als die Klasse C.

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Berlin (dpa/tmn/red) - Autofahrer in Deutschland kaufen vermehrt energieeffizientere Fahrzeuge. Die Zahl der Neuzulassungen in den Effizienzklassen A+, A und B hat im vergangenen Jahr stark zugenommen, berichtet die Deutsche Energie-Agentur (dena) auf Basis von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Demnach hatten 1,7 der rund drei Millionen neu zugelassenen Fahrzeuge (58 Prozent) eines dieser drei Labels. Im Jahr 2013 lag der Anteil noch bei 49 Prozent.

Effizienzklasse B liegt erstmals vor der Klasse C

In der höchsten Effizienzklasse A+ zählte die dena im vergangenen Jahr 206.000 Neuzulassungen - mehr als doppelt so viele wie 2013. Während die Effizienzklasse A etwa auf dem Niveau von 2013 blieb, legte die Effizienzklasse B von 27 auf 31 Prozent Neuzulassungsanteil zu. Das entspricht 922.000 Fahrzeugen. Damit hat die Effizienzklasse B laut dena erstmals die Klasse C als größte Gruppe abgelöst.

"Hier trifft aktuell ein erweitertes Angebot auf die wachsende Nachfrage", erklärt Stefan Siegemund von der dena die Gründe für die Entwicklung hin zu energieeffizienteren Autos. Für Autokäufer sind Faktoren wie der Kraftstoffverbrauch bei der Kaufentscheidung immer wichtiger. Autohersteller bauen zunehmend CO2-effizientere Fahrzeuge, weshalb die Zahl umweltverträglicher Autos auf dem Markt steigt.

Energieeffizienzlabel für den Autovergleich

Bei Neufahrzeugen gibt das 2011 eingeführte Energieeffizienzlabel Auskunft über Energieverbrauch und CO2-Ausstoß. Optisch ist es dem Effizienzlabel für Elektrogeräte nachempfunden und unterscheidet von A+ bis G acht Effizienzklassen. "Die Farbskala lässt einen Vergleich innerhalb eines Fahrzeugsegments zu", erläutert Siegemund. Denn die CO2-Effizienz wird abhängig zum Fahrzeuggewicht berechnet. So lassen sich Mercedes C-Klasse und Audi A4 vergleichen oder Renault Twingo und VW Polo.

Auf dem Label werden nicht nur der Kraftstoffverbrauch auf 100 Kilometern, sondern auch die Kraftstoffkosten für eine Laufleistung von 20.000 Kilometern angegeben. "Ergänzend mit der Angabe zur jährlichen Kfz-Steuer können Autokäufer so die jährlich anfallenden Unterhaltskosten abschätzen", sagt Siegemund.

Ortsunabhängig funktioniert die Schätzung über die Webseite der Deutschen Energieagentur. Autos werden dort anhand ihrer Laufleistung, Haltedauer und Energieeffizienz miteinander verglichen. Das von der dena eingerichtete Online-Portal gibt CO2-Ausstoß, Kraftstoffkosten, Kfz-Steuer und Gesamtkosten gemäß den angegebenen Werten aus.