Störfeuer

Deutsche Flugsicherung protestiert gegen Windräder

Der Betrieb von Funk-Navigationsanlagen verhindert einem "Spiegel"-Bericht zufolge zunehmend den Bau von Windrädern zur Stromerzeugung. Im Umkreis von 15 Kilometern um UKW-Drehfunkfeuer könnten Windkraftanlagen den Funkstrahl ablenken und die Flugzeuge auf einen falschen Kurs schicken, heißt es.

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Hamburg (AFP/red) - Das zumindest befürchtet die Deutsche Flugsicherung (DFS) laut einer Vorabmeldung des Magazins. Mit Hilfe der UKW-Drehfeuer bestimmen Verkehrsflugzeuge ihre Position. Um etwa 60 UKW-Funkfeuer zogen das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung und die DFS deshalb "Schutzzonen", wie das Magazin weiter berichtet.

Etliche Windparks liegen offenbar auf Eis

Dort dürften Windräder ihrer Ansicht nach nur noch in Einzelfällen genehmigt werden. In der Nähe von Luftverkehrsknoten wie dem Rhein-Main-Gebiet könnten nach den neuen Vorgaben der DFS kaum noch Windräder entstehen, bemängelt laut "Spiegel" nun der Frankfurter Energieversorger Mainova. Von neun geplanten Windparks des Unternehmens lägen sieben in den 15-Kilometer-Zonen, beklagt die Firma demnach.

Für andere Bereiche gibt es ebenfalls Schutzzonen

Ähnliche Konflikte treten dem Bericht zufolge bei anderen Flugsicherungen, militärischen Radaranlagen und Wetterradars des Deutschen Wetterdienstes auf, für die es ebenfalls Schutzzonen gebe. Nach einer Umfrage des Bundesverbands Windenergie sei der Bau von mehr als 200 Windparks mit einer Gesamtleistung von fast 3350 Megawatt in Deutschland derzeit blockiert. Der Verband halte die 15-Kilometer-Zonen der DFS für unverhältnismäßig groß, berichtete der "Spiegel".

Quelle: AFP