Bilanz

Deutsche Essent stärkt Marktposition

Die Deutsche Essent GmbH (Düsseldorf), Tochtergesellschaft des führenden niederländischen Strom- und Gasversorgers Essent N.V. (Arnhem) hat ihre Marktposition am deutschen Energiemarkt im Geschäftsjahr 2002 gestärkt. Bei ihrer bisher größten Beteiligung an der Bremer swb AG wurde in 2002 der Turnaround zu positiven Ergebnissen erreicht.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Der konsolidierte Gesamtumsatz erreichte in 2002 eine Größenordnung von 902 Millionen Euro und war damit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Übernahme des Windparkbetreibers und -projektierers Winkra zum Jahreswechsel 2002/2003 soll sich im laufenden Geschäftsjahr 2003 weiter umsatzsteigernd auswirken. Der direkte und indirekte Stromabsatz stieg von 5,5 Milliarden Kilowattstunden im Vorjahr auf 7,7 Milliarden Kilowattstunden. Der Gasabsatz stieg von 10,3 Milliarden Kilowattstunden auf 13,7 Milliarden Kilowattstunden. "Wir bewerten unser Ergebnis als wichtigen Schritt in die richtige Richtung, allerdings befinden wir uns erst auf der ersten Hälfte unseres Weges", bilanzierte Michael G. Feist, Sprecher der Geschäftsführung der Deutsche Essent.

Erfolgreich entwickelt hätte sich auch der Auf- und Ausbau des Dienstleistungsnetzes Inhome. Inhome ist das bereits in den Niederlanden etablierte Dienstleistungsangebot, das zuverlässige Heizungs- und Sicherheitsdienstleistungen für Ein- und Zweifamilien-häuser bietet. In Deutschland ist Inhome im vergangenen Jahr im östlichen Ruhrgebiet, im Großraum Bremen und in Hamburg gestartet. Mittelfristig ist ein Aufbau des Angebots auch im Großraum Berlin geplant.

Neben dem Ausbau der laufenden Aktivitäten strebt Essent den Erwerb weiterer wirtschaftlich attraktiver Beteiligungen im Stadtwerke-Bereich an. "Wir prüfen konsequent Optionen, die sich derzeit am deutschen Markt ergeben und mit denen wir unsere strategische Position profitabel ausbauen können." Essent und ihre Tochter Deutsche Essent verfolgen das Ziel mittelfristig in Deutschland über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie über Partnerschaften rund zwei Millionen Haushalte zu bedienen.

Aus diesem Grund sei ein funktionierender Wettbewerb nötig. "Es sind inzwischen gar nicht mehr ausschließlich die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Netzdurchleitung, die die Entwicklung von mehr Wettbewerb und den Marktauftritt von neuen Gesellschaften behindern", erläuterte Feist. "Es ist überwiegend die bestehende, starke vertikale Integration der großen, etablierten Verbundgesellschaften im Markt, die die Zugänge zu einer wettbewerbsfähigen Stromversorgung der Endkunden erschwert. Zur Schaffung von Wettbewerb wird auch eine wettbewerbsfähige Versorgung und der ungehinderte Kundenzugang benötigt. Damit also die angestrebte Marktöffnung in Deutschland auch wirklich ihre Ziele erreicht, ist – neben der fairen Netzöffnung - der zunehmenden vertikalen Integration Einhalt zu gebieten", forderte er.