Zwei Milliarden Euro

Deutsche Energiewirtschaft investiert in Forschung und Innovation

Die deutsche Energiebranche will in den kommenden sechs Jahren etwa zwei Milliarden Euro in Forschung und Innovation investieren, 250 Millionen Euro jährlich. Das erklärte Werner Brinker, Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), heute auf der Hannover Messe.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp.djn/sm) - Die deutsche Energiebranche plant erhebliche Investitionen in Forschung und Innovation. Bis 2012 würden die Stromunternehmen knapp zwei Milliarden Euro in nachhaltige Entwicklungsprojekte im Energiesektor investieren, sagte der Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Werner Brinker, heute Vormittag auf der Hannover Messe. Das seien durchschnittlich etwa 250 Millionen Euro jährlich.

Die knapp zwei Milliarden Euro sollen den Angaben zufolge in mehr als 100 neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte fließen, wie eine Erhebung des VDEW unter seinen Mitgliedern ergab. Als Beispiele nannte Brinker Stiftungsprofessuren. Hinzu kämen mehr als 25 Projekte in der Grundlagenforschung. Dabei gehe es unter anderem um Technologien zur Erhöhung von Wirkungsgraden oder die Ausschöpfung von Lebensdauerreserven. Ferner würden Demonstrationsanlagen errichtet. Erprobt werde beispielsweise der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur mit Tankstellen an Betriebshöfen.

"Forschung und Innovation werden künftig entscheidend für eine nachhaltige Energieversorgung sein", sagte Brinker. Die Wettbewerbsbedingungen auf dem internationalen Energiemarkt veränderten sich ständig. Deshalb spiele der Umwelt- und Klimaschutz in politischen Konzepten eine immer größere Rolle. Der VDEW-Präsident betonte, ein breiter Energiemix in Deutschland unter Nutzung aller Brennstoffe und Technologien sei "die beste Risikoversicherung" gegen einseitige Importabhängigkeiten oder stark schwankende Markt- und Preisentwicklungen.

Brinker zufolge ist die deutsche Stromwirtschaft nicht nur bereit, in klassische Aufgabenbereiche zu investieren. In den Kraftwerksneubau und den Netzausbau sollen demnach bis 2020 knapp 80 Milliarden Euro fließen.