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UmfrageDie Deutschen wollen einer aktuellen Umfrage zufolge zu 68 Prozent eine dezentrale Stromerzeugung durch regionale und örtliche Energieunternehmen. Damit fühlen sich die Stadtwerke im Aufwind und fordern erneut eine bessere ordnungspolitische Unterstützung von Regierungsseite.
Berlin (red) - Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat am Montag in Berlin die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von TNS Emnid zur Energiegewinnung in Deutschland vorgestellt. Gegenstand der Umfrage waren Fragen zur Energieerzeugung und zur Rolle lokaler Stromanbieter. "Die Ergebnisse bestätigen die Ziele der Bundesregierung, die im Rahmen des Integrierten Energie- und Klimaprogramms definiert sind", so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. "Die Deutschen wollen zu 68 Prozent eine dezentrale Stromerzeugung durch regionale und örtliche Energieunternehmen."
Noch etwas deutlicher sind die Ergebnisse, wenn es um die künftige Bedeutung der Stadtwerke als Stromanbieter am Energiemarkt geht. 84 Prozent der Bevölkerung wollen mehr Marktvielfalt und Wettbewerb und verlangen deshalb, dass Stadtwerke künftig eine wichtigere Rolle spielen sollen. "Die Stadtwerke nehmen diese Aufgabe ernst und sind schon heute dabei, ihre Wettbewerbsposition auszubauen", erläutert Reck, "aber die Politik muss uns hier ordnungspolitisch unterstützen und nicht die oligopolistischen Erzeugungsstrukturen einseitig bevorzugen".
Reck machte deutlich, dass die Zeitplanung der Bundesregierung zur Vorlage eines Energiekonzeptes bereits in der Sommerpause mehr als ambitioniert ist. "Selbst Eckpunkte für ein Energiekonzept brauchen einen wissenschaftlich fundierten Unterbau und eine solide Erörterung mit Wirtschafts- und Verbraucherverbänden zu Auswirkungen und Wirksamkeit bestimmter Festlegungen", so Reck. "Zudem muss die Regierung gewährleisten, dass alle relevanten Akteure gehört und die milliardenschweren kommunalen Investitionen in neue Erzeugungsanlagen nicht ihrer wirtschaftlichen Grundlage beraubt werden."
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