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Mangelnde SicherheitExperten aus Österreich haben schwerwiegende Sicherheitsmängel bei vier deutschen Atomkraftwerken festgestellt. Alle vier Kraftwerke verwenden einen bestimmten Typ von Reaktordruckbehälter, der Schwachstellen aufweist. In Österreich durfte ein Kraftwerk deshalb nicht in Betrieb genommen werden.
Berlin (dapd/red) - Ein Gutachten aus Österreich hat den deutschen Atomkraftwerken Brunsbrüttel, Krümmel, Philippsburg und Isar I erhebliche Sicherheitsdefizite attestiert. Der Bericht wurde im Auftrag der Landesregierungen von Ober- und Niederösterreich federführend vom Wiener Institut für Risikowissenschaften erstellt und am Mittwoch von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW in Berlin veröffentlicht. Beteiligt an der Ersstellung des "Schwachsttellenberichts Siedewasserreaktoren Baulinie 69" waren acht Experten für Risikowissenschaften, Fertigungs- und Nuklearanlagentechnik sowie Werkstoffsicherheit.
Sie bescheinigen den vier Siedewasserreaktoren der Atomkraftwerke "schwerwiegende Konstruktionsmängel", die nicht durch Nachrüstmaßnahmen ausgeglichen werden könnten. Die vier Siedewasserreaktoren seien im Übrigen baugleich mit dem einst in Zwentendorf in Niederösterreich errichteten AKW, das nach einer Volksabstimmung nicht in Betrieb gehen durfte. Die Reaktordruckbehälter aller vier Kraftwerke erfüllten ebenfalls nicht die Grundbedingungen für eine Basissicherheit. Dies läge vor allem an der Anzahl der Schweißnähte der Behälter und damit verbunden auch der Möglichkeit die Schweißnähte zu kontrollieren.
Der Bericht bemängelt zudem einen zu geringen Sicherheitsabstand zwischen Schweißnähten und dem Reaktorkern und weist auf die Gefahr von Ermüdungsrissen und von weiteren Schäden durch den Dauerbetrieb hin. Ein schwerer Unfall von Reaktoren der Baureihe setze mit Sicherheit eine große Menge Radioaktivität frei. Unter Berufung auf den Bericht forderte die deutsche IPPNW-Sektion den Bundestag auf, am Donnerstag die AKW-Laufzeiten nicht wie geplant zu verlängern.
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