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Solarstrom aus der WüsteDer frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer soll einem Zeitungsbericht zufolge oberster Botschafter der Wüstenstrom-Initiative Desertec werden. Töpfer sei auch interessiert, zögere aber noch aus privaten Gründen. Der oberste Desertec-Repräsentant soll in Europa und Afrika für politische Unterstützung werben.
Düsseldorf (afp/red) - Die Industrieinitiative verhandle seit Wochen nur noch mit dem ehemaligen Bundesumweltminister und Leiter des UN-Umweltprogramms, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Kreise der beteiligten Unternehmen.
Die Initiative will im großen Stil Wüstenstrom in Nordafrika produzieren und nach Europa importieren. Seit Monaten versucht sie laut "Handelsblatt" schon, die zentrale Personalie zu klären, und wollte ursprünglich einen Afrikaner verpflichten. Ein Sprecher der Initiative wollte sich dem Bericht zufolge zu der Personalie ebenso wenig äußern wie Töpfer selbst.
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Die Klimaverhandlungen in Kopenhagen sind ins Stocken geraten. Der Auftakt der zweiten Verhandlungswoche wurde von massiver Kritik der Entwicklungsländer überschattet. Die Afrikaner werfen wirft dem reichen Norden eine Abkehr von Kyoto-Protokoll vor. Besonders Bundeskanzlerin Merkel steht in der Kritik.
Das Wüstenstrom-Projekt Desertec stößt international offenbar auf großes Interesse. Es gebe eine lange Liste an Interessenten, wie Projektleiter Ernst Rauch dem Handelsblatt sagte. Schon mehrere Duzent Konzerne wollen sich an dem Solarstrom-Projekt beteiligen, hieß es.
Der Strom für Europa könnte schon in wenigen Jahren zu einem großen Teil aus der nordafrikanischen Wüste kommen. Zwölf Konzerne unterzeichneten am Montag in München eine Vereinbarung zum Bau großer Solarkraftwerke in der Sahara, die die Energieversorgung Europas revolutionieren sollen.
Mit dem Import von Sonnen- und Windstrom aus Afrika könnten nach Ansicht des Club of Rome innerhalb einer Generation 90 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Damit sei auch das Problem der CO2-Emissionen gelöst, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome, Max Schön.
Stromverbraucher in Europa sollen nach dem Willen einer Gruppe deutscher Großkonzerne künftig mit Solarstrom aus der Wüste versorgt werden. Für den Bau riesiger Solarkraftwerke in den Wüsten des afrikanischen Kontinents wollen die Unternehmen 400 Milliarden Euro investieren. In 2 bis 3 Jahren sollen konkrete Pläne vorliegen.
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