Historische Dimension

Derzeit in Unterhaching: Größte geothermale Tiefbohrung Deutschlands

In Unterhaching wird derzeit die derzeit größte geothermale Tiefbohrung in Deutschland gemacht. Das 70 Tonnen schwere Bohrgerät wird sich über drei Monate lang über 3000 Meter in den Boden graben. Am 6. Februar 2004 will Bundesumweltminister Trittin in Unterhaching persönlich den offiziellen Startschuss für das Projekt zur Förderung geothermaler Energie geben.

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In Unterhaching wird derzeit die derzeit größte geothermale Tiefbohrung in Deutschland gemacht. Das 70 Tonnen schwere Bohrgerät wird sich über drei Monate lang über 3000 Meter in den Boden graben.

Nach Angaben von Gerlinde Kittl, Geschäftsführerin der Geothermie Unterhaching GmbH & Co. KG, werden die ersten 800 Meter mit einem Bohrmeißel mit einem Durchmesser von knapp 56 Zentimetern gebohrt. Die Bohrkonzeption ist darauf ausgelegt, bis zu 150 Liter Thermalwasser pro Sekunge zu fördern. Gebohrt wird mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa zwei Metern pro Stunde. "Sofern keine unerwarteten geologischen Probleme auftreten, soll die Bohrung in der zweiten Aprilhälfte komplettiert werden", erklärt Gesamtprojektleiter Christian Schönwiesner-Bozkurt von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner.

Das Projekt, so Schönwiesner-Bozkurt, habe eine historische Dimension für die Zukunft der Förderung regenerativer Energien in Deutschland. "Das Geothermie-Projekt in Unterhaching ist zu 100 Prozent darauf ausgerichtet, wirtschaftlich zu sein. Die Geothermie ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Energieerzeugung. Aus allen Teilen der Welt wird die Entwicklung in Deutschland mit größtem Interesse verfolgt."