Kraftwerkskongress

Derzeit in Berlin: Experten diskutieren Energie-Mix der Zukunft

300 Gäste aus aller Welt, darunter internationale Energieminister und Experten, Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und NRW-Ministerpräident Peer Steinbrück, diskutieren seit gestern in Berlin über den Energie-Mix der Zukunft. dena und NRW haben zum Internationalen Kraftwerkskongress eingeladen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Seit gestern und noch bis morgen findet in Berlin der von dena und Landesinitiative Zukunftsenergien NRW ausgerichtete Internationale Kraftwerkskongress statt. "Nur die Kombination aus Kraftwerkstechnologien zur kohlendioxidfreien Verstromung von Kohle und Erdgas und regenerativen Energietechnologien erfüllen in Zukunft alle Anforderungen an Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit", erläuterte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler, zu Beginn der Konferenz.

300 Gäste aus aller Welt, darunter internationale Energieminister und Experten, Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und NRW-Ministerpräident Peer Steinbrück, diskutierten gestern über die technischen Möglichkeiten zur Emissions-Senkung. Die komplexen Rahmenbedingungen erläuterte Dr. Volker Hauff vom Rat für Nachhaltige Entwicklung. "Die Nutzung der fossilen Energieträger steht im Spannungsfeld zwischen Klimawandel, Ressourcenschonung sowie preisgünstiger und stabiler Energieversorgung. In einer nachhaltigen Energiewirtschaft werden nur solche Energieträger eine langfristige Perspektive haben, die allen Aspekten gerecht werden."

Wie sehr hierbei konsequentes Handeln geboten ist, betont Claude Mandil, Direktor der International Energy Agency (IEA): "Energie spielt bei der Förderung von Wirtschaftswachstum eine Schlüsselrolle. Mittlerweile sind riesige Investitionen nötig, um den schnell wachsenden Bedarf zu decken und veraltete Infrastrukturen zu erselzen."

Ein wichtiger lmpulsgeber im nationalen wie internationalen Kontext könnte die vom Wirtschaftsministerium entwickelte Strategie COORETEC sein. Sie soll zu einer weiteren Kohlendioxid-Reduzierung in Deutschland von etwa 20 Prozent bis 2020 beitragen. Ein Referenzkraftwerk in NRW soll dabei neue Maßstäbe setzen, mit einer Leistung von 600 Megawatt verfügt es über einen Wirkungsgrad von 48 Prozent.