200 Millionen Euro Umsatz angestrebt

Der Tagesspiegel: Solarunternehmen Solon will kräftig wachsen

Der eigenen Angaben zufolge größte europäische Hersteller von Solarmodulen, die Berliner Solon AG, will weiter expandieren und in diesem Zusammenhang 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Wo die Produktion ausgeweitet wird, steht noch nicht fest - klar aber ist: Am bisherigen Produktionsstandort in Neukölln ist kein Platz mehr.

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Berlin (red) - Das Berliner Solarunternehmen Solon will weiter expandieren. "Wir planen, unsere Kapazitäten entsprechend der Marktentwicklung auszubauen", sagte Finanzvorstand Thomas Krupke dem "Tagesspiegel" vom heutigen Freitag. "Dadurch könnten wir über 100 weitere Arbeitsplätze schaffen."

Derzeit beschäftigt Solon in Berlin 200 und am Standort Greifswald 150 Mitarbeiter. Wo das Unternehmen seine Produktion ausweiten möchte, ist indes noch nicht geklärt. "In Greifswald haben wir sehr gute Ausbaumöglichkeiten", sagte Krupke. "Es gibt aber auch Gespräche mit Berlin-Adlershof." Am bisherigen Berliner Produktionsstandort in Neukölln hingegen sei eine Erweiterung aus Platzgründen nicht möglich.

Krupke räumte allerdings ein, dass Solon seine bisherigen Wachstumsraten dauerhaft nicht halten könne. Von 1999 bis 2003 war der Produktionsausstoß jedes Jahr durchschnittlich um 100 Prozent gestiegen, im Jahr 2004 wurde die Produktion auf 35 Megawatt (MW) sogar verdreifacht. "Das ist so kaum die nächsten Jahre weiter zu führen", sagte Krupke. Für dieses Jahr rechne er zwar noch mit einer erneuten Verdoppelung "auf 70 MW, vielleicht auch 80 MW". Danach komme man aber "in Mengen hinein, die sich nicht mehr beliebig verdoppeln lassen".

Solon ist nach eigenen Angaben der größte europäische Hersteller von Solarmodulen zur Stromgewinnung aus Sonnenlicht. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen seinen Umsatz von 37 Millionen auf 105 Millionen Euro verdreifachen. Für dieses Jahr peile es "deutlich über 200 Millionen Euro" an, sagte Krupke.