Nachfrage gestiegen

Der Tagesspiegel: Solarindustrie profitiert von hohem Ölpreis

Der hohe Ölpreis hat offenbar die Nachfrage nach Solaranlagen angekurbelt. So stieg die Zahl der Anträge von etwa 4000 im Januar auf über 12 000 im Dezember. Vor allem im Herbst, als sich Öl besonders stark verteuerte, stiegen immer mehr Hausbesitzer auf Solar um, schreibt der Berliner "Tagesspiegel" heute.

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Berlin (red) - Der hohe Ölpreis der vergangenen Monate hat die Nachfrage nach Solaranlagen angekurbelt. "Der Ölpreis ist eine gute Basis für das Wachstum unserer Branche", sagte Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarindustrie (BSI), dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe).

Während sich Heizöl im Jahresverlauf 2004 von knapp 34 Cent je Liter auf bis zu 51 Cent verteuerte, wurden Monat für Monat mehr Solarwärmeanlagen in Auftrag gegeben. So stieg die Zahl der Anträge im Marktanreizprogramm, über das Solaranlagen staatlich gefördert werden, von etwa 4000 im Januar auf über 12000 im Dezember. Vor allem im Herbst, als sich Öl besonders stark verteuerte, stiegen immer mehr Hausbesitzer auf Solar um.

Stryi-Hipp ist daher auch für das Jahr 2005 optimistisch. "Mit jedem weiteren Preisschub beim Öl wird Solarwärme interessanter." Er räumt zwar ein, dass es für die meisten Kunden derzeit noch schwierig abzuschätzen sei, inwieweit sich eine Solaranlage auch wirtschaftlich rentiert, "bei einem noch höheren Ölpreis wird die Entscheidung aber vielen leichter fallen."

Wachstumspotenzial hat die Branche in jedem Fall: Bisher werden in Deutschland erst vier Prozent aller Einfamilienhäuser mit Sonnenwärme beheizt.

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