Sanktionen gegen den Iran

Der Tagesspiegel: Ölpreis könnte auf 80 Dollar steigen

Eine Beruhigung des Ölpreises ist nicht in Sicht, da sind sich die Analysten der führenden Bankhäuser einig. Auch wenn es derzeit kein echtes Angebotsproblem gebe und die große Nachfrage aus den Boomländern die hohen Preise nicht erkläre, sei der Markt "völlig überhitzt", schreibt "Der Tagesspiegel".

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Atom-Streit des Iran mit dem Westen könnte den Ölpreis in den kommenden Tagen auf 80 Dollar und mehr treiben. Das sagte der Energieexperte beim Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA), Klaus Matthies, dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). "Wenn es Sanktionen gegen den Iran geben sollte, steigen die Preise weiter", wird Matthies zitiert.

Ein echtes Angebotsproblem gebe es derzeit aber nicht, auch die hohe Nachfrage aus Boomländern wie China erkläre die hohen Preise nicht, sagte Matthies weiter. "In erster Linie gehen die immer neuen Rekorde zurück auf Spekulationen." Auch Helmut Buchmann vom Branchendienst Oil Market Report findet den Markt derzeit "völlig überhitzt".

Der hohe Ölpreis macht sich auch an den Zapfsäulen bemerkbar. Im Herbst könnte es vor allem für Dieselfreunde noch ärger kommen, warnte ADAC-Spritfachmann Peter Hemschik. "Dann füllen die Besitzer einer Heizöl-Heizung ihre Tanks, das wird den Dieselpreis weiter treiben", sagte er.

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