Kein Wettbewerb in Sicht

Der Tagesspiegel: Gasag erwägt weitere Preiserhöhung

Gas wird in Berlin möglicherweise in der zweiten Jahreshälfte teurer. Das kündigte Gasag-Vorstand Andreas Prohl im "Tagesspiegel" an. Zudem erwartet er keine Belebung des Wettbewerbs nach der Öffnung des Marktes, weil bei Kleinverbrauchern die Margen zu niedrig seien.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Gaskunden in Berlin müssen sich erneut auf steigende Preise einstellen. "Wenn der Ölpreis auf diesem Niveau bleibt, dann ist es wahrscheinlich, dass es beim Gas in der zweiten Jahreshälfte zu einer Erhöhung kommt", sagte Gasag-Vorstand Andreas Prohl dem "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe).

"Dann werden wir noch mal was tun müssen", fügte er hinzu. Wegen der Ölpreisbindung hänge dies aber vom Öl ab. Im Dezember 2004 hatte die Gasag bereits ihre Preise um durchschnittlich sechs bis acht Prozent erhöht.

Eine Belebung des Wettbewerbs erwartet Prohl auch nach der Liberalisierung des Gasmarkts nicht. "Ich sehe keinen Händler, der sich auf den Privatkundenbereich stürzen würde", sagte er. Bei den Kleinverbrauchern seien die Margen einfach zu niedrig. "Ich halte die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in zwei, drei Jahren ein Kampf um Privatkunden ausbricht, für gering."

Für die Gasag selbst sieht Prohl deutliche Wachstumschancen. Nach den Beteiligungen an der Erdgas Mark Brandenburg, den Havelländischen Stadtwerken und der Gasversorgung Oranienburg seien in Brandenburg nun weitere Projekte in Planung. "Das wird eines unserer Wachstumsthemen sein", sagte Prohl. "Auch wenn in Sachsen- Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern was kommt, werden wir uns das anschauen."

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