Internationalisierung des Kerngeschäfts

Der RWE-Konzern expandiert nach Österreich

Die RWE Plus AG hat sich an der Kärntner Energieholding beteiligt und will so das internationale Multi Utility-Geschäft weiter stärken.

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Die RWE Plus AG, Essen, hat durch einen einstimmigen Beschlusses der Kärntner Landesregierung vom Land Kärnten 49 Prozent der Anteile an der Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH (KEH), Klagenfurt, kaufen können. Die KEH ist Hauptgesellschafter der KELAG, die der Landesversorger des Landes Kärnten mit den Kerngeschäftsfeldern Strom, Erdgas und Wärme ist.


Die KELAG wird für die RWE Plus die Vertriebsgesellschaft für Strom in Österreich sein. Gemeinsam mit KELAG will RWE alle Chancen, die sich aus der vollständigen Marktliberalisierung in Österreich ab Oktober 2001 bieten, nutzen. Die Kooperation mit KELAG soll eine strategisch wichtige Ausgangsposition für den Ausbau und die Stärkung der Marktposition in Südosteuropa bilden. Der Anteilserwerb steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der EU-Kommission.


Aktuell versorgt die KELAG etwa 235 000 Tarifkunden, ihr Anteil am gesamten Stromabsatz an Endkunden in Österreich beträgt etwa sieben Prozent. Das Unternehmen ist mit einer installierten Leistung von etwa 460 Megawatt der drittgrößte Wasserkrafterzeuger in Österreich. Im Geschäftsjahr 2000 erzielte die KELAG mit 1280 Mitarbeitern einen Umsatz von 350 Millionen Euro.