Siemens-Projekt

Der größte Windpark Afrikas entsteht

Der französische Energieversorger GDF Suez will in Marokko den nach eigenen Angaben größten Windpark Afrikas bauen und betreiben. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Paris mitteilte, sollen nahe der Stadt Tarfaya an der Atlantikküste des Landes 131 Windräder mit einer Spitzenleistung von 300 Megawatt errichtet werden.

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Paris/München (AFP/dapd/red) - Gebaut werden diese demnach vom deutschen Siemens-Konzerns. Die Gesamtkosten des Projekts beziffert GDF Suez auf 450 Millionen Euro. Der Windpark, der 2014 in Betrieb genommen werden soll, soll rund 40 Prozent des stetig ansteigenden Strombedarfs Marokkos abdecken. Das Land könne damit sein Ziel erreichen, bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energie auf 40 Prozent aufzustocken, betonte der Chef von GDF Suez, Gérard Mestrallet. Gleichzeitig werde Marokko unabhängiger von der Einfuhr fossiler Brennstoffe.

Marokko soll auch Sonnenstrom liefern

Vergangenen November war bekannt geworden, dass auch das Wüstenstrom-Projekt Desertec allmählich konkrete Formen annimmi. Zwischen 2014 und 2016 sollen die ersten drei Pilotprojekte in Marokko entstehen, die insgesamt 250 Megawatt Strom erzeugen können, sagte ein Sprecher der Desertec-Industrie-Initiative aus München der Nachrichtenagentur dapd. Auf lange Sicht geht es den Desertec-Planern um ein über den Nahen Osten, Nordafrika und Südeuropa verteiltes Netz aus Wind- und Solaranlagen, das bis 2050 bis zu 20 Prozent der Stromversorgung in Europa stemmen könnte. Die nötigen Investitionen dafür werden allerdings im dreistelligen Milliardenbereich geschätzt.

Quelle: AFP