Strom-News
AnstoßVerbraucher sollen vermehrt zu klimafreundlicherem Konsum ermuntert werden. Klimaexperten weisen darauf hin, dass 40 Prozent des schädlichen Treibhausgasausstoßes durch privaten Konsum verursacht wird. In anderen Ländern sind Produkte bereits mit einem Label gekennzeichnet, um auf deren CO2-Wert hinzuweisen.
Berlin/Bonn (ddp/red) – Kurz vor Beginn der nächsten Runde der Klimaverhandlungen in Bonn wirbt der Klimaexperte und Geschäftsführer des Berliner Think-Tanks "Thema 1", Jacob Bilabel, für mehr nicht-staatliche Initiativen. Er erinnerte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp daran, dass Unternehmen und Verbraucher entscheidenden Einfluss auf den Treibhausgasausstoß hätten. Seit 2007 beschäftigt sich Bilabel mit dem Thema des klimaverträglichen Konsums.
Gemeinsam mit dem Öko-Institut und dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung hat "Thema 1" die PCF-Plattform initiiert, an der derzeit neun Unternehmen teilnehmen. PCF steht für Product Carbon Footprint, den so genannten CO2 Fußabdruck. Die Partner wollen herausfinden, wann im Laufe eines Produktlebens Treibhausgase anfallen, wie diese reduziert werden können und wie Verbraucher zu klimaverträglichem Konsum ermuntert werden können.
Bilabel verwies darauf, dass 40 Prozent des Treibhausgasausstoßes durch privaten Konsum entstehen. In anderen Ländern gebe es bereits Labels, die auf den CO2-Wert eines Produkts hinwiesen. Gerade hat Frankreich ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die schrittweise Einführung eines CO2-Fußabdrucks vorsieht. Denkbar ist nach Ansicht Bilabels vieles, von der bloßen Kennzeichnung, dass der CO2-Verbrauch überhaupt berechnet wurde, über ein Ampelsystem bis hin zu preislichen Anreizen.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Algen als Mittel gegen Braunkohle-Treibhausgase: Mit einem trägen Gluckern steigen Blasen in der trüben dunkelgrünen Algenbrühe nach oben. Was in seinem Swimmingpool niemand haben möchte, könnte einmal die Hoffnung der deutschen Stromkonzerne werden.
Das bisher einzige Testlager zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid könnte an der Linkspartei in Brandenburg scheitern. Die "Frankfurter Rundschau" zitiert am Samstag aus einem Referenten-Entwurf des CO2-Speicherungsgesetzes, dass bei der Standortwahl eine Beteiligung der Länder vorgesehen sei.
Eine verwegene Begründung: Am Versagen der Klimaanlagen in den ICE-Zügen ist aus Sicht der Bahn der Klimawandel schuld. Man habe zum Planungszeitpunkt nicht ahnen können, dass es einmal so heiß werde in Deutschland, hieß es. Vorwürfe, bei der Wartung der Züge geschlampt zu haben, wurden zurückgewiesen.
Ein Jahr nach Bekanntgabe des Wüstenstromprojekts Desertec ist der Initiator Münchener Rück zuversichtlich. Schneller als gedacht gingen in den nächsten Jahren erste Solarkraftwerke in Marokko ans Netz, sagte Projektleiter Ernst Rauch der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe).
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert von der Regierung, bei der Erarbeitung eines neuen Energiekonzeptes für Deutschland die Stromanbieter stärker zu beteiligen. Gemeinsam mit allen betroffenen Interessengruppen soll ein möglichst breites Verständnis für den notwendigen Umbau der Energie-Infrastruktur geschaffen werden.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!