Ausgleich gefordert

Der Atomausstieg macht auch Vattenfall zu schaffen

Der deutsche Atomausstieg lastet schwer auf dem Ergebnis des schwedischen Energieversorgers Vattenfall. Allein diese Entscheidung habe den Staatskonzern im zweiten Quartal umgerechnet 1,1 Milliarden Euro an Wertberichtigungen und Rückstellungen für die deutschen Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel gekostet.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Stockhom/Berlin (dapd/red) - Das teilte Vattenfall am Donnerstag in Stockholm mit. Hauptsächlich deshalb habe der Konzern einen operativen Verlust von 3,2 Milliarden Kronen gemacht. Vattenfall respektiere die deutsche Entscheidung zum Atomausstieg, erwarte nun aber einen "fairen Ausgleich für die finanziellen Verluste des Unternehmens", sagte Konzern-Vorstandschef Oystein Loseth.

Ausgleich der Verluste durch den Atomausstieg gefordert

Zugleich meldete Vattenfall für das zweite Quartal einen mit 40,4 Milliarden Kronen um 18,6 Prozent niedrigeren Umsatz als noch im Vorjahr. Das Minus sei allerdings größtenteils auf den Verkauf des Höchstspannungs-Stromnetzes in den neuen Bundesländern und Hamburg im Mai 2010 zurückzuführen. Für das erste Halbjahr 2011 blieb dem Konzern ein um 55,8 Prozent niedrigerer Nachsteuergewinn von knapp vier Milliarden Kronen.