Für Qualitätsstandard

dena und E.ON vereinbaren Zusammenarbeit für Gebäudeenergieausweis

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und der Energiekonzern E.ON wollen ihre Aktivitäten zum bedarfsbasierten Gebäudeenergieausweis koordinieren. Schwerpunkte sind die Einführung von Qualitätsstandards und verstärkte Informationen für Immobilienbesitzer zum Thema Energieffizienz.

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Berlin (red) - Um Kunden eine garantierte Qualität des Energieausweises und der Energieberatung zu bieten, bereitet die dena derzeit die Einführung eines Gütesiegels für Energieausweise vor, sagte Geschäftsführer Stephan Kohler am Mittwoch in Berlin. E.ON-Vorstandsmitglied Burckhard Bergmann betonte, der Energieausweis solle die notwendige Transparenz schaffen, damit Hausbesitzer gezielt in energieeffiziente Technik investieren können. Im Vordergrund der Zusammenarbeit stehen die verstärkte Information von Gebäudeeigentümern und die Einführung von Qualitätsstandards für Energieausweise.

Stephan Kohler sieht den bisherigen Erfolg in der hohen Nachfrage nach qualifizierten Energieberatern bestätigt: "Der Energieausweis wird vom Markt hervorragend angenommen."

Für E.ON ist die Steigerung der Energieeffizienz eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Die Kooperation mit der dena sei ein Teil der Unternehmensstrategie. Burkhard Bergmann:"Unsere Aktivitäten reichen vom Bau modernster Kraftwerke über die Energieberatung für Kunden bis zur Gründung des 'E.ON Forschungs-Institut für Energie' mit der RWTH Aachen. Dort wollen wir bei der Erforschung effizienter, klimaschonender Energietechnologien Meilensteine setzen. Denn: Jede Kilowattstunde Strom oder Gas, die nicht verbraucht wird, entlastet die Energierechnung, verbessert die Versorgungssicherheit und schont das Klima."

Nach einer EU-Richtlinie sind alle EU-Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, einen Energieausweis für Gebäude einzuführen. In Deutschland haben das Bundesbauministerium und das Bundeswirtschaftsministerium im Mai einen gemeinsamen Entwurf für eine novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgelegt. Dieser wird derzeit mit den anderen Ressorts abgestimmt. Mit einem gemeinsamen Entwurf aller Ministerien wird in den nächsten Wochen gerechnet. Dieser so genannte Referentenentwurf wird dann den Bundesländern und Verbänden zur Stellungnahme übergeben. Die Bundesregierung will die neue EnEV im Herbst 2006 verabschieden, damit sie zum 1. Januar 2007 in Kraft treten kann.

Interessenten, die eine Immobilie kaufen oder mieten möchten, können dann einen Gebäude-Energieausweis vom Hausbesitzer verlangen. Der Energieausweis zeigt den Heizenergiebedarf eines Gebäudes auf und liefert so schon vor Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages Informationen über den energetischen Zustand des Gebäudes.

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