Modellprojekt

dena sucht Schulen für energetische Gebäudesanierung

Eine energieeffiziente Sanierung kann bei vielen öffentlichen Gebäuden zu deutlichen Energie- und Kosteneinsparungen führen. Daher hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) das bundesweite Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand für Schulen" gestartet und sucht nun Teilnehmer für das Pilotprojekt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Öffentliche und gemeinnützige Gebäudeeigentümer haben damit erstmals die Chance, sich an einem Modellvorhaben zur umfassenden energetischen Sanierung zu beteiligen und eine besonders attraktive Förderung zu erhalten. Insbesondere Schulen sind aufgerufen, sich für einen der 50 Plätze in dem Modellvorhaben zu bewerben. Ziel des Förderprojekts ist es, durch umfassende energetische Sanierungen den Energiebedarf der Gebäude so stark zu verringern, dass er deutlich unter dem eines vergleichbaren Neubaus liegt.

Die Höhe der Förderung richtet sich laut dena nach der erzielten Energieeinsparung: Wer den in der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschriebenen maximalen Energiebedarf eines vergleichbaren Neubaus um mindestens 20 Prozent unterschreitet, erhält zur Finanzierung der Maßnahmen ein zinsverbilligtes Darlehen der KfW Förderbank in Höhe von 400 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche (NGF). Verpflichtet sich der Eigentümer sogar auf ein Sanierungsziel, das um 40 Prozent besser als ein Neubau ist, erhält er ein Darlehen in Höhe von 500 Euro pro Quadratmeter.

"Die energetische Sanierung des kommunalen Gebäudebestands kann zu einer erheblichen Verringerung der CO2-Emissionen beitragen", sagte Stephan Kohler, dena-Geschäftsführer. Das Modellvorhaben solle gute Beispiele für die umfassende energetische Sanierung von Nichtwohngebäuden schaffen und zur Nachahmung anregen. Zudem soll es die Verbreitung von Fachwissen fördern und die Einführung energiesparender Technologien unterstützen. Schließlich könnten Kommunen, Kirchen und gemeinnützige Organisationen so "nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern zusätzlich ihre Haushaltsetats um viele Millionen Euro jährlich entlasten", so Kohler weiter.

Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober 2007 bei der dena möglich, dabei ist neben den energetischen Effekten der Sanierung und anschließenden Nutzung auch die Übertragbarkeit der Maßnahmen ein entscheidendes Kriterium für die Projektauswahl. Das Modellvorhaben wird von der dena in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), der BASF AG und der E.ON Ruhrgas AG als Partner durchgeführt.

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