Wandel

dena-Stromkonferenz: Perspektiven für die Stromversorgung der Zukunft

Der bevorstehende Wandel in der deutschen und europäischen Strom- und Energiewirtschaft war zentrales Thema einer Konferenz, die kürzlich von dena und FGW in Berlin veranstaltet wurde. Erneuerbare Energien, Brennstoffzellen und Mikrogasturbinen werden künftig eine wichtigere Rolle spielen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Mehr als 100 Experten aus Energiewirtschaft, Politik und Wissenschaft trafen sich vergangene Woche in Berlin um über die Perspektiven der zukünftigen Stromversorgung zu diskutieren. Eingeladen zu dieser Konferenz hatte die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zusammen mit der Fördergesellschaft Windenergie (FGW).

Hintergrund der zahlreichen Vorträge und Diskussionsrunden war der bevorstehende Wandel in der deutschen und europäischen Strom- und Energiewirtschaft: Bis Ende 2020 müssen nahezu ein Drittel der derzeit installierten Kraftwerksleistung in Deutschland ersetzt werden. Erneuerbare Energien, Brennstoffzellen und Mikrogasturbinen werden eine wichtigere Rolle spielen, das Stromsystem muss diesen neuen Rahmenbedingungen angepasst werden, sowohl auf dezentraler als auch auf zentraler Ebene - so die zentrale Aussage. Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz standen daher die Anforderungen an das Elektrizitätssystem für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung. Die Teilnehmer erörterten die Aspekte Stromerzeugungsstruktur, Kraftwerkspark und Stromnetz der Zukunft sowie geeignete politische und rechtliche Regelungen – für den nationalen und für den europäischen Bereich.

Ein Thema war beispielsweise die bis zum Jahr 2030 geplante Offshore-Windenergienutzung in Nord- und Ostsee. Die Referenten aus Stromwirtschaft und Wissenschaft stellten hierzu erste Lösungsansätze vor. Im Bereich der "intelligenten Kraftwerke" würde zudem neue Software sowie der Ausbau der Kommunikationsnetze die Regelungsstrategien stark verändern. Die Konferenzteilnehmer waren sich einig, dass die Liberalisierung der Strommärkte eine Zusammenarbeit aller Akteure erfordert - technisch, ökonomisch und administrativ. Gleichzeitig müsse darauf geachtet werden, dass einzelne Netzbetreiber nicht übermäßig belastet werden. Dies sei vor allem für die milliardenschweren Investitionen bei den Offshore-Windenergieprojekten von besonderer Bedeutung.