Praxisreport

dena: Solarmarkt Frankreich durch veränderte Rahmenbedingungen belebt

Der französische Solarmarkt gewinnt an Dynamik. Der neue Praxisreport "Solarmarkt Frankreich" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) analysiert die Neuordnung der Förderinstrumente und gibt interessierten Unternehmen wertvolle Hinweise für einen Markteinstieg.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Neuordnung der Förderstrukturen und -bestimmungen haben zu veränderten Rahmenbedingungen geführt und setzen Wachstumsimpulse für die Entwicklung des Marktes, so das Fazit der dena. Geschäftsführer Stephan Kohler meint: "Insbesondere deutsche Solarthermieunternehmen können von den günstigen Rahmenbedingungen profitieren. Große Zuwächse sind vor allem im Segment der solarthermischen Großanlagen zu erwarten. Die Erhöhung der Photovoltaik-Einspeisetarife in Kombination mit den guten Strahlungsbedingungen lassen Frankreich auch für die deutsche Photovoltaik-Branche zu einem attraktiven Zielland werden."

Im Bereich der Solarthermie werden die bisher durch die französische Energieagentur gezahlten Fördermittel für kleine Brauchwasser und Kombianlagen durch Gutschriften auf die Einkommensteuer und zusätzliche Fördermittel der Regionen ersetzt. Direkte Zuschüsse der Zentralregierung werden fortan nur noch für solarthermische Großanlagen gewährt. Antragsteller können so bis zu 80 Prozent der Investitionskosten erstattet bekommen. Weitere positive Wachstumsimpulse wird der Markt durch die Umsetzung der EU-Gebäudeverordnung in nationales Recht und dem damit verbundenen verstärkten Einsatz von Solarthermie erhalten.

Durch die Anhebung der Einspeisevergütung für netzgekoppelte Freiland- und Aufdachsysteme entsteht neben dem relativ gesättigten Marktsegment der Inselanlagen zusätzlich ein interessanter Markt für netzgekoppelte Photovoltaik-Anlagen in den Überseegebieten. Aber auch auf dem französischen Festland wurden die Einspeisevergütungen erhöht: Für Solarstrom aus Freiland- und Aufdachanlagen wurde der Fördertarif nahezu verdoppelt. Für Strom aus gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen beträgt die Einspeisevergütung 55 Cent pro Kilowattstunde. Allerdings bleibt noch abzuwarten, welche Photovoltaik-Bauelemente durch die geltenden Bauverordnungen in der Praxis zugelassen werden.

Der Praxisreport Solarmarkt Frankreich analysiert die jüngsten Marktentwicklungen für exportorientierte deutsche Unternehmen. Kenner der französischen Solarbranche kommen zu Wort und geben wertvolle Hinweise für den Aufbau von Vertriebsstrukturen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Neben den technologiespezifischen Kapiteln Solarthermie und Photovoltaik enthält der Praxisreport im Anhang eine Übersetzung des französischen Erlasses für die Photovoltaik-Einspeisevergütung. Durch seine praktische Relevanz wird der Report zur Informationsquelle für alle, die am Aufbau nachhaltiger Geschäftsbeziehungen interessiert sind. Er erscheint in der dena-Schriftenreihe "Exportinitiative Erneuerbare Energien" und kann für 140 Euro im Internet bestellt werden.

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