30 Prozent bis 2020/25

dena-Netzstudie II untersucht Ausbau Erneuerbarer Energien

Die dena hat den Startschuss für eine weitere Studie zum Ausbau der Windenergie in Deutschland gegeben. Der zweite Teil der dena-Netzstudie wird darstellen, wie der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung im Zeitraum 2020 bis 2025 auf 30 Prozent gesteigert werden kann.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena) meint, dass in den nächsten Jahren "die Weichen für die zukünftige Stromversorgung in Deutschland gestellt" werden. "Mit der dena-Netzstudie II erhalten wir ein strategisches und tragfähiges Konzept, das eine sichere, wirtschaftliche und umweltfreundliche Stromversorgung gewährleistet. Voraussetzung ist, dass der notwendige Ausbau des Höchstspannungsübertragungsnetzes, wie wir ihn in der dena-Netzstudie I aufgezeigt haben, rechtzeitig realisiert wird."

In der Studie werden unter anderem Fragen wie "Welche Auswirkungen hat die verstärkte Einspeisung von Windenergie auf das Höchstspannungsübertragungsnetz?" oder "Wie können die Übertragungssysteme optimiert werden?" untersucht. Geprüft wird außerdem, wie die Flexibilität der Stromerzeugung erhöht und die Windprognosen verbessert werden können.

Im Vordergrund stehe dabei vor allem die Sicherheit der Stromversorgung auch in technisch schwierigen Situationen, zum Beispiel bei zu starkem oder zu geringem Windaufkommen und in Spitzenlastzeiten. Die Szenarien der Studie gehen davon aus, dass 20.000 Megawatt aus Offshore-Windparks und 28.000 Megawatt aus Windparks an Land ins deutsche Stromnetz eingespeist werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 waren in Deutschland insgesamt rund 20.000 Megawatt Windenergie an Land installiert.

Private und öffentliche Projektpartner finanzieren die Studie. Erste Ergebnisse werden für Ende 2008 erwartet. Die dena-Netzstudie II setzt die im Frühjahr 2005 abgeschlossenen Arbeiten an der dena-Netzstudie I fort. Sie entwickelte Lösungen für die Integration erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2015 und einem Anteil an der Stromerzeugung von 20 Prozent.