Heizungserneuerung

dena: Mit neuer Technologie dem Ölpreis trotzen

Dass die Schornsteinfeger in letzter Zeit häufiger auf veraltete Heizungen aufmerksam machen, liegt an der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV). Hier werden unter anderem die Grenzwerte für Heizungsabgase geregelt. Und: Durch eine neue Heizung lässt sich zudem viel Geld sparen, mahnt die dena.

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Berlin (red) - Schornsteinfeger stoßen bei Hausbesitzern oftmals auf Unverständnis, wenn sie den Austausch der alten Heizungsanlage fordern, denn "heizen tut sie doch noch". Dass die Heizung dennoch ausgetauscht werden muss, leuchtet nicht jedem Hausbesitzer sofort ein. Dabei lässt sich durch eine neue Heizung viel Geld sparen: "Schon bei einem Einfamilienhaus können das leicht 1000 Euro im Jahr sein", erläutert Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Dass die Schornsteinfeger in letzter Zeit häufiger auf veraltete Heizungen aufmerksam machen, liegt an der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV). Hier werden unter anderem die Grenzwerte für Heizungsabgase geregelt. Sie wird regelmäßig an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Die letzte Änderung stammt aus 2001 - und hat alten Heizkesseln eine Schonfrist bis zum 1. November 2004 eingeräumt. Der Schornsteinfeger misst bei seiner jährlichen Untersuchung auch den Abgasverlust, der durch den Schornstein rauscht. Übersteigt dieser die Grenzwerte, ist ein neuer Kessel fällig.

Den wirtschaftlichen Nutzen der Heizungssanierung zeigt eine Studie, die von der dena in Auftrag gegeben wurde. Das Forschungszentrum Jülich schätzt, dass etwa 2,5 Millionen Heizungen älter als 25 Jahre sind. Diese Heizungen sind oft zu groß ausgelegt und technisch inzwischen völlig überholt. Stephan Kohler: "30 Prozent der eingesetzten Energie lässt sich mit modernen Kesseln sparen - eine Investition, die sich in vier bis sieben Jahren rechnet."

Für Eigenheimbesitzer sei die Heizungsmodernisierung auch der beste Zeitpunkt, eine Solarwärmeanlage einzubauen. Die Installationskosten seien beim Einbau zusammen mit dem neuen Kessel geringer als bei einer späteren Nachrüstung.