CO2-Emissionsberechtigungen

dena: Klimaschutz-Projekte in Rumänien

Mit einem deutsch-rumänischen Projektpool will die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) für deutsche Unternehmen, die ihre CO2(Kohlendioxid)-Emissionen reduzieren müssen, den Markt Rumänien mit im Kyoto-Protokoll vereinbarten Instrumenten wie Joint Implementation (JI) erschließen.

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Berlin (red) - Ziel des neu entstehenden Projektpools sei es, wie aus der Agentur verlautet, deutsch-rumänische Kooperationsstrukturen und einen Angebotsmarkt für entsprechende JI-Projekte aufzubauen. Deutsche Unternehmen sollen damit besser und einfacher CO2-Zertifikate für den EU-Emissionshandel erwerben können. dena-Geschäftsführer Stephan Kohler dazu: "Mit JI-Maßnahmen, wie wir sie mit unserem Projekt anstoßen, erreichen wir nicht nur eine Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase, sondern initiieren gleichzeitig einen Technologieschub in Rumänien mit innovativer Technik "Made in Germany" und bieten deutschen Unternehmen eine wirtschaftlich rentable Möglichkeit ihre CO2-Emissionen zu reduzieren".

Die so genannten projektbasierten Mechanismen wie Joint Implementation ermöglichten es Unternehmen durch Investitionen in ausländische Klimaschutzprojekte Teile ihrer eigenen CO2-Reduktionsverpflichtungen zu erfüllen. Besonders Rumänien biete große und bislang noch nicht erschlossene Energieeffizienzpotenziale, sie sich sehr gut für JI-Projekte eignen. Bislang aber fehlt es in Rumänien noch an ausreichendem Know-how, erfolgreiche Projekte zu identifizieren, genehmigungsfähig aufzubereiten und mögliche Investoren zu akquirieren.

Zum Auftakt veranstaltet die dena in Bukarest ein Treffen für rumänische Projekteigner und Behörden, bei dem die Vorteile gemeinsamer JI-Projekte vorgestellt werden Mindestens 10 Projekte aus den Bereichen Energieeffizienz und regenerative Energien sollen bis Februar 2006 gefunden, vorgeprüft und mit den entsprechenden Investoren in die Wege geleitet werden, so die Agentur.

Die Entwicklung des deutsch-rumänischen JI-Projektpools wird durch das Bundesumweltministerium gefördert.

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