Strom-News
NeuerungenAngesichts steigender Strompreise appelliert die Deutsche Energie-Agentur GmbH (Dena) an Politik, Wirtschaft und Verbraucher, die Energieeffizienz in allen Bereichen zu verbessern. Zudem fordert die halbstaatliche Organisation, auf eine sozialverträgliche Ausgestaltung der Energiewende zu achten.
Berlin (dapd/red) - Die für den Jahreswechsel angekündigten Preiserhöhungen vieler Stromanbieter seien ein Zeichen für einen langfristigen Trend, sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung, am Dienstag in Berlin. Wer Strom spart, sichere sich gegen den Preisanstieg ab. "Und nur wenn wir konsequent Energie sparen, ist die Energiewende überhaupt zu schaffen", sagte Kohler. Das sei in der politischen Diskussion noch nicht angekommen. "Hier wird viel zu eng nur auf die erneuerbaren Energien geschaut."
Kohler fügte hinzu: "Wir müssen außerdem darauf achten, die Energiewende sozialverträglich zu gestalten. Sinnvoll sind zum Beispiel Energieberatungen, Förderprogramme und Mikrokredite für den Kauf von energieeffizienten Geräten insbesondere für einkommensschwache Haushalte."
Mit dem neuen Jahr treten einige Änderungen für Energiekunden in Kraft. Diese betreffen zum Beispiel den Wechsel des Strom- und Gasanbieters, die Kennzeichnung von Elektrogeräten im Haushalt oder die Förderung von neuen Photovoltaik-Anlagen, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilte.
So hat die Bundesnetzagentur Ende Oktober neue Regeln für den Wechsel des Strom- und Gasanbieters festgelegt. Danach können die Verbraucher ab dem 1. April 2012 zu einem neuen Versorger zu jedem beliebigen Zeitpunkt und innerhalb von drei Wochen wechseln. Die deutschen Haushaltskunden könnten laut Verband unter durchschnittlich 102 Strom- und 37 Gasanbietern auswählen.
Mit dem Inkrafttreten der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verringert sich die Vergütung für neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Spitzenleistung von bis zu 30 Kilowatt von 28,74 Cent auf 24,43 Cent. Weitere Neuerung: Künftig müssen nach Angaben des BDEW auch Fernseher mit dem Energieeffizienzlabel versehen werden. Hier reicht die Kategorisierung jedoch vorerst nur bis zur Klasse A.
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Ein eigenständiges Energieministerium einzuführen fordert der Vorsitzende der Hessen-SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel. Denn noch immer ist dieser Bereich in drei verschieden Ministerien aufgeteilt - ein "völlig absurder" Zustand, erst recht in diesen Zeiten, so Schäfer-Gümbel.
Mit dem Jahreswechsel tritt eine Reihe von Neuerungen in Kraft, die alle Energieverbraucher unmittelbar betreffen: Dazu zählen Änderungen beim Anbieterwechsel, Marktverbote für Stromfresser und Glühbirnen sowie die Einführung eines veränderten Energieeffizienzlabels. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
2011 gab es den Wiedereinstieg in den Ausstieg: Nach Fukushima beschließt Kanzlerin Merkel den Ausstieg aus der Atomkraft. Doch die Energiewende ist zögerlich gestartet, was unter anderem daran liegt, dass Wirtschaftsminister Rösler und Umweltminister Röttgen immer wieder mit gegensätzlichen Lesarten des gleichen Themas überraschen.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist für einen Ausbau des Stromnetzes in Deutschland. Dies gilt auch, wenn es dafür nötig ist, Hochspannungsmasten im eigenen Wohnumfeld zu errichten, wie eine aktuelle Umfrage ergab. Allerdings stellen viele eine Bedingung: Sie wollen beim Entscheidungsprozess nicht übergangen werden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bestreitet einen direkten Zusammenhang zwischen dem Atomausstieg und dem Stellenabbau bei großen Energieversorgern. Merkel sagte am Dienstag in Berlin, die Streichung von Arbeitsplätzen sei langfristig zu betrachten und habe nicht monokausal mit der Energiewende zu tun.Strompreise vergleichen
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