Teure Energie

dena: Energetische Modernisierung rechnet sich

Gerade in Zeiten steigender Energiepreise sollten Besitzer älterer Immobilien über eine energiesparende Sanierung ihres Gebäudes nachdenken. Denn eine verbesserte Dämmung oder eine moderne Heizungsanlage könnten die Kosten drastisch senken - zur Finanzierung gibt es günstige KfW-Kredite.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Je höher die Energiepreise steigen, desto mehr lohnt sich für Hauseigentümer eine energiesparende Sanierung ihres Gebäudes. Maßnahmen wie die Dämmung von Dach und Wänden oder das Erneuern der Heizungsanlage können den Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten drastisch senken. Wann sich Sanierungsmaßahmen bezahlt machen, erläutert die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena).

Ein durchschnittliches, unsaniertes Einfamilienhaus aus dem Jahr 1970 mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern verbraucht jährlich etwa 4500 Liter Heizöl für die Raumheizung und warmes Wasser. Bei den Heizölpreisen der letzten Wochen von knapp 62 Euro und mehr für 100 Liter fallen Energiekosten von knapp 2770 Euro an, von denen je nach Modernisierungsumfang bis zu 1840 Euro eingespart werden können. Dabei hat die dena die Wirtschaftlichkeit konkreter Modernisierungsmaßnahmen in drei verschiedenen Varianten berechnet. Den Beispielen liegt die Annahme zu Grunde, dass die Energiepreise künftig um etwa fünf Prozent pro Jahr steigen werden.

Variante 1 - Teildämmung: Eine gute Dämmung der obersten Geschossdecke, der Kellerdecke und der Rohrleitungen spart bei Investitionskosten von etwa 7500 Euro knapp 20 Prozent der benötigten Energie. Die Investition rechnet sich damit nach elf Jahren.

Variante 2 - Heizungserneuerung: Der Einbau einer neuen Heizungsanlage mit Brennwerttechnik und Solarwärmeanlage spart etwa 35 Prozent Energie. Die Investitionskosten in Höhe von knapp 12.000 Euro sind nach zehn Jahren amortisiert.

Variante 3 - Komplett-Modernisierung: Eine umfassende Modernisierung des Gebäudes auf Neubau-Niveau beinhaltet die Dämmung der obersten Geschoss- und der Kellerdecke sowie der Rohrleitungen und der Außenwände, zusätzlich den Einbau von Wärmeschutzfenstern und einer neuen Heizungsanlage. Die Maßnahmen kosten insgesamt etwa 47 000 Euro und lösen Energiekosteneinsparungen von etwa 1840 Euro (65 Prozent) im ersten Jahr aus. Bei einer fünfprozentigen Energiepreissteigerung pro Jahr macht sich diese Investition nach etwa 16 Jahren bezahlt.

Dabei ist es laut dena weder notwendig noch sinnvoll, die Modernisierung aus erspartem Eigenkapital zu finanzieren. Die KfW Förderbank biete im Rahmen ihrer Förderprogramme äußerst zinsgünstige Kredite für die Gebäudemodernisierung an. Auch die drei Rechenbeispiele basieren auf der Finanzierung über einen KfW-Kredit.