Neue Chancen für deutsche Unternehmen

dena betrachtet Polen als Zukunftsmarkt für Erneuerbare Energien

Im Mai 2004 tritt Polen der Europäischen Union bei, in den sechs Jahren darauf will man den Anteil der erneuerbaren Energien von derzeit 1,6 Prozent auf ehrgeizige 7,5 Prozent erhöhen. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH sieht große Exportchancen für deutsche Unternehmen, wie jetzt eine Tagung in Berlin zeigte.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Im Mai des kommenden Jahres wird sich die Außengrenze der Europäischen Union bekanntlich in Richtung Osten verlagern: Deutschlands Nachbarland Polen wird Mitglied der EU und verpflichtet sich damit unter anderem, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung von aktuell 1,6 Prozent bis zum Jahr 2010 auf ehrgeizige 7,5 Prozent zu erhöhen.

Vor diesem Hintergrund hatte die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) dieser Tage im Rahmen ihrer "Exportinitiative Erneuerbare Energien" zur Fachkonferenz nach Berlin geladen: Am Dienstag vergangener Woche referierten und diskutierten namhafte Experten aus Polen und Deutschland über Stand und Perspektiven der Erneuerbaren Energien in Polen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen insbesondere die gesetzlichen Grundlagen sowie die Investitionsbedingungen im Energiesektor.

Für Markus Kurdziel, Leiter der "Exportinitiative Erneuerbare Energien", zählt Polen zu den interessantesten Exportmärkten Europas für Erneuerbare Energie-Technologien: "Mit der langen Ostsee-Küste verfügt Polen über beste Voraussetzungen für die Nutzung von Windenergie; als große Agrarnation zudem über ideale Rahmenbedingungen für die vielfältigen energetischen Anwendungen der Biomasse. Auch für die Nutzung der Geothermie zur Wärmegewinnung und Stromproduktion sind große Potenziale vorhanden. Vor allem für deutsche Unternehmen ist Polen daher – schon allein durch die unmittelbare Nachbarschaft – ein überdurchschnittlich attraktiver Zielmarkt", so Kurdziel.

In Polen existiert derzeit ein gesetzliches Quoten- und Zertifikatesystem, das den Anteil der Erneuerbaren Energien für die Netzbetreiber zwar festschreibt, doch wird gleichsam auf Verstöße bei Nichteinhaltung der Quoten nicht entsprechend reagiert. Rechtzeitig zum bevorstehenden EU-Beitritt erarbeitet die polnische Regierung deshalb zur Zeit ein "Erneuerbares Energien Gesetz", um das Ziel der EU-Vorgaben zu erreichen.

Ausführliche Informationen über den polnischen Energiemarkt liefert das aktuelle "Exporthandbuch Polen", welches in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) als erster Band der Schriftenreihe der "Exportinitiative Erneuerbare Energien" vor wenigen Tagen erschienen ist. Weitere Infos sowie ein Bestellformular zum Downloaden finden Interessenten im Internet unter Exportinitiative.de.

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