Strom-News
StudieDie Bürger in Deutschland treiben die Energiewende voran: Privatleute sind die größte Gruppe unter den Eigentümern von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Marktforschungsinstituts Trend Research und des Kölner Klaus-Novy-Instituts zeigt.
Köln (afp/red) - An der Gesamtleistung von 53 Gigawatt im vergangenen Jahr hielten Privatleute demnach einen Anteil von 39,7 Prozent. Die meisten Beteiligungen des kleinen Mannes gibt es bei Windkraft, gefolgt von Sonnenstrom.
An zweiter Stelle folgten mit 14,4 Prozent sogenannte Projektierer, das sind Unternehmen, die auf Planung, Bau und Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen spezialisiert sind. An dritter Stelle mit 10,8 Prozent folgen Landwirte. Klassische Energieversorger sind bei den erneuerbaren Energien hingegen kaum vertreten. Die vier größten Energiekonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW etwa halten nur 6,5 Prozent der Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Regionalversorger nur 1,6 Prozent.
Am stärksten beteiligt sind Privatleute der Untersuchung zufolge bei Windkraft: Hier halten sie demnach 51,5 Prozent der Anteile an der installierten Leistung. Projektierer folgen an zweiter Stelle, Banken und Fonds auf dem dritten Rang. Bei Sonnenstrom-Anlagen stehen Privatleute mit 39,3 Prozent ebenfalls an erster Stelle, gefolgt von Landwirten mit 21,2 Prozent und anderen Gewerbebetrieben, die Anlagen mit 19,2 Prozent der installierten Leistung besitzen.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Beim hessischen Energiegipfel zeichnen sich erste Entscheidungen ab: Auf zwei Prozent der Landesfläche sollen nach einer Empfehlung einer Arbeitsgruppe Windräder aufgestellt werden. Das freut nicht zuletzt die SPD, die die christdemokratische Umweltministerin als "lernfähig" lobte.
Mit seinen Plänen für eine eigene Windkraft-Fachmesse geht Hamburg auf Konfrontationskurs zum bisherigen schleswig-holsteinischen Messestandort Husum. Man habe sich darauf verständigt, ab September 2014 in Hamburg eine international bedeutende Messe der Windkraftbranche zu etablieren.
Frankfurts kommunaler Stromversorger Mainova bietet seinen Kunden erstmals eine finanzielle Beteiligung an einem Windpark an. Im mittelhessischen Schelder Wald sollen drei Windräder ab 2012 für Mainova Strom produzieren, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte.
Der Elektronikkonzern Siemens stellt sein Geschäft mit erneuerbaren Energien neu auf. Entwicklung und Bau von Windturbinen und Solaranlagen werden ab Oktober getrennt voneinander gesteuert, die Fäden im Windkraftgeschäft künftig von Hamburg aus gezogen.
Wo früher Kohle abgebaut wurde, drehen sich immer öfter Windräder: Eine Machbarkeitsstudie soll bis Ende des Jahres klären, ob auch der Energiepark Halde Sundern als Pilotprojekt in die konkrete Planung geht. Dort will man ein Pumpspeicherkraftwerk mit einem Windpark kombinieren.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!