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Gegen WeiterbetriebRund drei Dutzend Atomkraftgegner haben am Montag im schleswig-holsteinischen Geesthacht gegen die weitere Nutzung des Atomkraftwerkes Krümmel demonstriert. Sie versammelten sich zunächst vor dem Werkstor der Anlage. Auf Plakaten stand unter anderem zu lesen: "Krümmel ist überall" und "Aus bleibt Aus" zu lesen.
Geesthacht (ddp/red) - Anschließend begaben sich die Demonstranten in das Informationszentrum des Kraftwerks und nahmen an einer Diskussionsveranstaltung teil. Mit der Veranstaltung warb der Kraftwerks-Betreiber Vattenfall bei den Anwohnern des Reaktors Krümmel erneut um Vertrauen.
Der Geschäftsführer der Nuklearsparte von Vattenfall, Ernst Michael Züfle, stellte sich den Fragen von rund 70 Menschen. Das Atomkraftwerk war am 4. Juli nach einem neuerlichen Transformatorenbrand vom Netz gegangen. Zuvor stand der Reaktor bereits zwei Jahre lang nach einem ersten Transformatorbrand vom Juni 2007 still.
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Atomkraftgegner begleiteten die Koalitionsverhandlungen mit Protesten und warnen vor einer Abkehr vom Atomausstieg. Die Anti-Atom-Initiative "ausgestrahlt" will vor dem Reichstag das längste Anti-AKW-Transparent der Welt bauen. Auch Kartellamts-Chef Heizer sieht eine Laufzeitverlängerung kritisch.
Das Bundeskartellamt sieht durch eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken den Wettbewerb im Strommarkt gefährdet. "Wenn die Laufzeiten verlängert werden, wird die hohe Verdichtung der Erzeugungskapazitäten zementiert", sagte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer dem "Handelsblatt".
Eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken könnte den Stromkonzernen nach Schätzungen der Deutschen Energieagentur (dena) zusätzliche Gewinne in Höhe von 40 Milliarden einbringen. Trotzdem sei nicht mit sinkenden Strompreisen zu rechnen.
Die Junge Union drängt darauf, die Erträge aus längeren AKW-Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke vorrangig den Stromkunden zukommen zu lassen, indem die Strompreise billiger werden. Nur ein kleiner Teil solle in Forschung investiert werden.
Der Energiekonzern Vattenfall sucht erneut das Gespräch mit Anwohnern des nach mehreren Pannen stillstehenden Atomkraftwerks Krümmel und hofft, Vertrauen zurückgewinnen zu können. Auf einer Veranstaltung können die Bewohner von Geesthacht Fragen an den Nuklear-Chef stellen.Strompreise vergleichen
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