DEG: Einführung von Energy Contracting in China

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Neue Impulse für die deutsch-chinesische Umweltzusammenarbeit werden derzeit auf der in Beijing stattfindenden deutsch-chinesischen Umweltkonferenz aufgezeigt. Der verstärkten Kooperation auf Unternehmensebene kommt dabei eine wachsende Rolle zu.


Im Rahmen des Programms "Public-Private Partnership" (PPP) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert die Kölner Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) Umwelt-, Ausbildungs- oder Sozialmaßnahmen sowie Pilotprojekte privater Unternehmen in Entwicklungsländern und trägt bis zu 50 Prozent der Kosten. In der VR China hat sie bisher 20 dieser Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 12 Millionen DM realisiert. Davon 17 Umweltprojekte u.a. eine Windpark-Pilotanlage in der Provinz Shandong oder die Modernisierung eines bestehenden 15 Jahre alten Kohlekraftwerks in der Provinz Hubei.


Zwei PPP-Projekte zur Einführung des Energy Contracting starten jetzt in Zusammenarbeit mit der Krantz-TKT GmbH, Bergisch-Gladbach, einer Tochter der Balcke-Dürr AG und der TÜV Rheinland China Gruppe, Hong Kong. Kohle als Hauptenergieträger (70 Prozent) und mangelnde Energieeffizienz aufgrund veralteter Technologie sind der Grund dafür, dass die VR China nach den USA der zweitgrößte Produzent von Treibhausgasen weltweit ist. Neue Konzepte in Technik, Organisation, Finanzierung und Betriebsführung sind erforderlich. In dem geplanten Pilotprojekt werden drei Gebäude, darunter ein Hotel und ein Verwaltungsgebäude, von KRANTZ-TKT hinsichtlich des Energieeinsparpotenzials sowie erforderlicher Optimierungs- und Sanierungsmaßnahmen analysiert. Parallel dazu plant die TÜV Rheinland China Gruppe, das Konzept des Energy Contracting durch Schulungen und die Erarbeitung einer Benchmarking-Datenbank und eines Informationshandbuches stärker publik zu machen sowie einen Mustervertrag für Energy Contracting in China zu entwickeln. Beide Projekte weisen zusammen ein Kostenvolumen in Höhe von 1,5 Millionen DM auf, knapp die Hälfte davon trägt die DEG im Rahmen des Public-Private Partnership-Programms des BMZ.