Keine aktue Gefahr

Decke im Atommülllager Asse eingestürzt

Im Atommülllager Asse ist am Donnerstagmorgen eine Decke zwischen zwei Hohlräumen eingestürzt. In dem Bereich seien keine radioaktiven Abfälle gelagert, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit. "Akute Gefahr" bestehe nicht.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Remlingen/Berlin (afp/ddp/red) - Die Hohlräume befinden sich auf der 532-Meter-Ebene und der 511-Meter-Ebene. Die beiden 15 Meter hohen Kammern sind laut BfS bereits mit gemahlenem Salz verfüllt, so dass die gebrochene Decke nur um etwa einen halben Meter und damit nicht tief gestürzt sei.

Die Erschütterung sei nicht groß gewesen, so dass andere Bereiche des Bergwerks nicht in Mitleidenschaft gezogen sein dürften, sagte ein BfS-Sprecher auf ddp-Anfrage. Das Bundesamt will den Deckenbruch aber weiter beobachten. Experten prüften, ob dort Stabilisierungsmaßnahmen sinnvoll seien, hieß es.

Schließung der Asse wird geprüft

Das BfS will bis zum Jahresende einen Vorschlag für die endgültige Schließung des Lagers prüfen. Geprüft wird dabei auch, ob der in der Asse lagernde Atommüll ganz oder teilweise aus dem Salzstock zurückgeholt werden soll. In dem ehemaligen Salzbergwerk waren zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelaktivem Atommüll eingelagert worden.

Quelle: AFP