"Wichtigster heimischer Energieträger"

DEBRIV nennt Baustopp für Kohlekraftwerke "absurd"

Die deutsche Braunkohlenindustrie hat den von mehreren Umweltverbänden geforderten Baustopp für neue Kohlekraftwerke als "absurd und unverantwortlich" zurückgewiesen. Die Erreichung der nationalen Klimaschutzziele werde durch Kohlekraft "keineswegs" gefährdet.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ots) - Der Ersatz alter Anlagen durch neue, besonders effiziente Kraftwerke habe bisher den größten Beitrag zur Verminderung der deutschen Kohlendioxid-Emissionen geleistet, bekräftigt der Bundesverband Braunkohle (DEBRIV).

So seien die CO2-Emissionen der deutschen Braunkohlenindustrie seit 1990 unter Berücksichtung der wiedervereinigungsbedingten Stilllegungen und der Kraftwerksmodernisierungsprogramme in allen Braunkohlerevieren um mehr als 180 Millionen Tonnen gesunken. Jedes neue große Braunkohlenkraftwerk spare zusätzlich bis zu drei Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein.

Die aktuelle Entwicklung der internationalen Energie- und Strompreise zeige, dass auf den wichtigsten heimischen Energieträger Braunkohle nicht verzichtet werden kann, so der DEBRIV weiter. Derzeit deckt Braunkohle rund ein Viertel der deutschen Stromerzeugung. Ein Verzicht oder eine Reduktion des Braukohleneinsatzes in der Stromerzeugung würde die Abhängigkeit von Importenergien erhöhen und die Strompreise von den Entwicklungen des Weltmarktes abhängig machen. Damit, so der DEBRIV, "würde Klimaschutz und Elektrizität unbezahlbar".