Jahrestagung

DEBRIV: Kohle ist für Europa unverzichtbar

Kohle ist und bleibt ein unverzichtbarer Energieträger für Deutschland und Europa, betonte DEBRIV-Chef Matthias Hartung auf dem Jahreskongress des der Braunkohleindustrie. Er warnte vor einer Abkehr von Kohle, da dies Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten europäischen Wirtschaftsraumes berge.

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Köln (red) - "Die Frage ist nicht, ob Kohle gebraucht wird, sondern wie sie gebraucht wird", erklärte der DEBRIV-Vorsitzende auf der Jahrestagung. Laut Hartung hat die Braunkohlenindustrie in Deutschland ihren CO2-Ausstoß um 47 Prozent gesenkt. Durch neue Anlagen mit höheren Wirkungsgraden bis hin zur CO2-armen Technologie seien weitere Reduktionen möglich.

Von der EU forderte er, im Rahmen der ab 2013 geplanten Versteigerung der CO2-Zertifikate Anreize und verlässliche Rahmenbedingungen für den Bau und Betrieb neuer Kraftwerke zu schaffen. Es müsse gesichert bleiben, dass die Preise für CO2 nicht zu hoch werden, „damit Strom für Industrie und Haushalte noch bezahlbar bleibt“. Da es für den globalen Klimaschutz unerheblich ist, wo der Ausstoß von Klimagasen vermindert wird, sollten die Möglichkeiten für weltweite CO2-Minderungsprojekte (sogenannte JI- und CDM-Projekte) deutlich erweitert werden, so Hartung weiter.

Für die Nutzung der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage)-Technologie fordert der DEBRIV-Chef „sowohl die politische Unterstützung, um die gesellschaftliche Akzeptanz für die Speicherung von CO2 zu erreichen, als auch in der Demonstrationsphase bis 2020 geeignete Förderinstrumente, insbesondere zum Ausbau der Infrastruktur."

Hartung betont, dass rund ein Viertel des deutschen Stroms aus Braunkohle erzeugt wird, Braunkohle sei „unser wichtigster heimischer Energieträger“.