NAP II

Datenerhebung zum Emissionshandel startet

Heute ist die Verordnung über die Erhebung von Daten zur Aufstellung des nationalen Zuteilungsplans für die Handelsperiode 2008 bis 2012 (DEV 2012) in Kraft getreten. Sie bildet die gesetzliche Grundlage für die im Nationalen Allokationsplan 2008-2012 (NAP II) vorgesehene Datenerhebung.

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Berlin (red) - Laut Umweltbundesamt werden drei Ziele verfolgt: Erstens lassen sich die Emissionsdaten für die Jahre 2003 und 2004 der am Emissionshandel teilnehmenden Anlagen ermitteln. Zweitens dient sie der präzisen Ermittlung der zuzuteilenden Menge der Zertifikate an die teilnehmenden Anlagen. Dadurch kann der Kürzungsfaktor für die Zuteilungen auf Anlagenebene (so genannter Erfüllungsfaktor) vor der Verabschiedung des Zuteilungsgesetzes 2012 mit hoher Genauigkeit bestimmt werden. Schließlich wird drittens das Zuteilungsverfahren für die zweite Handelsperiode zeitlich entzerrt, da die nun frühzeitig ermittelten Daten die Grundlage der Zuteilung sind.

Die nationale Datenerhebung muss bis zum 6. Oktober 2006 abgeschlossen sein. Über Einzelheiten der Datenerhebung informiert die Deutsche Emissionshandelsstelle im UBA (DEHSt) auf zwei Veranstaltungen am 10. und 11. August 2006 in Berlin.

Für alle emissionshandelspflichtigen Anlagen ist die Teilnahme an der Datenerhebung verpflichtend. Betreiber von Anlagen, die erstmalig ab 2008 emissionshandelspflichtig werden, sind aufgerufen, sich freiwillig an der Datenerhebung zu beteiligen. Die Anforderungen an die Datenermittlung und die Nachweise entsprechen weitgehend den bekannten Anforderungen aus dem Zuteilungsverfahren 2004 und der Emissionsberichterstattung 2005. Die DEHSt entwickelt zurzeit eine Software für das Erfassen der Daten.