Potenziale nutzen

Datenbank zeigt Einsparpotenziale für öffentliche Liegenschaften

Eine neue Datenbank der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bietet öffentlichen Verwaltungen schnell und unkompliziert einen ersten Überblick über mögliche Potenziale, Energie in Ämtern, Schulen und anderen öffentlichen Liegenschaften einzusparen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Nach Eingabe der Gebäudedaten berechnet das Programm spezifische Kennwerte für den Energieverbrauch von Heizung und Strom und vergleicht diese mit den Eigenschaften des entsprechenden Gebäudetyps. Auf Wunsch prüfen Experten der dena auch, wie die Energiebilanz durch Energie-Contracting oder Kraft-Wärme-Kopplung verbessert werden kann.

"Die Datenbank richtet sich gezielt an die Verantwortlichen für öffentliche Liegenschaften, weil hier nach wie vor große Einsparpotenziale nicht genutzt werden", betonte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Die Energieversorgung belaste die kommunalen Haushalte mit über zwei Milliarden Euro pro Jahr, Tendenz steigend. "Ein beträchtlicher Teil dieser Kosten kann mit effizienter Technik eingespart werden. Das ist zu wenig bekannt. Deshalb informieren wir mit unserem Angebot sowohl über die Einsparpotenziale als auch über praktische Möglichkeiten, durch Contracting oder Kraft-Wärme-Kopplung die Kosten erheblich zu reduzieren."

Zur Berechnung der spezifischen Verbrauchskennwerte benötigt die Datenbank nähere Angaben zum Gebäude wie etwa Gebäudetyp und -fläche, Energieträger sowie Energieverbrauch für Heizenergie und Strom. Für den Contracting-Check werden weitere Informationen zur Wärmeerzeugung und Anlagentechnik und neben dem Verbrauch auch die Kosten für Heizenergie und Strom aus den Jahren 2003 bis 2005 abgefragt. dena-Experten analysieren dann die Gebäudedaten, bewerten das Potenzial für Energie-Contracting und Kraft-Wärme-Kopplung und leiten daraus Handlungsempfehlungen ab. Diese Daten können später als Grundlage für den vom Gesetzgeber geplanten Energieausweis genutzt werden. Bei Bedarf vermittelt die dena Kontakte zu kompetenten Energiedienstleistern, die ergänzende Potenzialanalysen erstellen.

Die Gebäude-Datenbank mit Contracting-Check ist Teil der "Contracting-Offensive für öffentliche Liegenschaften", mit der die dena Kommunen den Einstieg ins Energie-Contracting erleichtert. Beim Contracting muss die öffentliche Hand weder zusätzliche Mittel aufbringen noch unternehmerische, technische oder organisatorische Risiken tragen. Ein Dienstleistungsunternehmen, auch Contractor genannt, garantiert dem Eigentümer per Vertrag, die Energiekosten um einen bestimmten Prozentsatz zu senken oder Energie zu einem günstigeren Preis zu liefern. Der Contractor finanziert seine Aufwendungen und Investitionen durch eine Beteiligung an den eingesparten Energiekosten oder durch ein Entgelt für die gelieferten Medien wie Wärme, Kälte oder Strom. Der Vertrag läuft in der Regel über sieben bis 15 Jahre.

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