IAEA-Bericht

Cyber-Attacken auf Atommeiler gab es wohl schon öfter

Atomanlagen sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA bereits in mehreren Fällen zum Ziel von Cyber-Angriffen geworden. Was genau vorgefallen ist und welche Anlagen davon betroffen waren, ließ die Behörde offen. Bereits 2010 hatte der Computervirus Stuxnet wohl iranische Atomanlagen zum Ziel.

Kühltürme© jomare / Fotolia.com

Wien (dpa/red) - Zum genauen Ausmaß des Problems äußerte sich IAEA-Chef Yukiya Amano am Montag in Wien nicht. Auch wer dahinter stecken könnte, ließ der Japaner offen. Bei einer Konferenz über nukleare Sicherheit riefen Mitgliedsstaaten die IAEA dazu auf, bei der Sicherung der Anlagen gegen diese wachsende Gefahr zu helfen.

Einige Vorfälle sind bereits bekannt

"Wir haben den Mitgliedsstaaten mitgeteilt, dass es viele Cyber-Attacken gibt und dass es eine wichtige Angelegenheit für die IAEA ist", sagte Amano. Bekannt ist, dass der Computervirus Stuxnet 2010 offenbar das Ziel hatte, Atomanlagen im Iran zu sabotieren. Zudem hatte die iranische Ölindustrie im Mai vergangenen Jahres gemeldet, dass sie Ziel eines groß angelegten Virus-Angriffs geworden sei.

Quelle: DPA