Neue Diskussion

CSU will Restlaufzeiten der Kernkraftwerke aufheben

Der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Joachim Herrmann, sagte der "Welt am Sonntag, die Energiepolitik werde ein Hauptthema auf der Winterklausur der Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth sein. Denn Kraftwerke abzuschalten, die erfolgreich, sicher und störungsfrei arbeiten, wäre völlig verfehlt.

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Berlin (ddp/sm) - Die CSU stellt (mal wieder) den Atomkonsens in Frage. Der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Joachim Herrmann, kündigte in der Zeitung "Welt am Sonntag" eine neue Diskussion um den geplanten Ausstieg aus der Kernenergie an.

"Es steht kein Neubau von Kernkraftwerken zur Diskussion. Aber die Kraftwerke abzuschalten, die in Bayern sehr erfolgreich und sicher und störungsfrei arbeiten, wäre völlig verfehlt", sagte Herrmann dem Blatt. Seiner Meinung nach sollten Kraftwerke so lange betrieben werden dürfen, wie sie technisch sicher und wirtschaftlich sinnvoll seien.

"Es ist völlig unsinnig, eine Laufzeit von Kernkraftwerken politisch festzulegen. Das gibt es für keine andere technische Einrichtung", fügte der CSU-Politiker hinzu. Wie Herrmann ankündigte, wird die Energiepolitik ein Hauptthema auf der Winterklausur der Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth in der kommenden Woche sein.