Forderung

CSU will Heizkostenzuschuss wieder einführen

Die CSU steht offenbar vor einer radikalen Kurskorrektur in ihrer Wohnungspolitik. Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann (CSU) fordert unter anderem die Wiedereinführung des Heizkostenzuschusses für Wohngeldempfänger, der 2011 von der schwarz-gelben Bundesregierung aus Kostengründen gestrichen worden war.

Heizkosten© Wolfgang-S / Fotolia.com

München (dapd/red) - Herrmann sagte der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht: "Die Abschaffung des Heizkostenzuschusses hat netto wie eine Kürzung des Wohngeldes gewirkt."

Energiepauschale angedacht

Der Heizkostenzuschuss war 2009 wegen steigender Energiekosten eingeführt worden. Mit der Energiewende ist nun jedoch der Strom abermals deutlich teurer geworden und belastet die Haushalte zunehmend. Das Blatt schrieb, Herrmann könne sich die Rückkehr des Zuschusses als Energiepauschale vorstellen. In einem Entwurf Bayerns für den Bundesrat würden wegen steigender Wohn-, Heiz- und Energiekosten staatliche Unterstützungsmaßnahmen für einkommensschwache Haushalte als erforderlich bezeichnet.

Neuerungen für Eigentumswohnungen

Herrmann erarbeitet laut Zeitung auch ein umfangreiches Programm, mit dem die CSU Antworten auf steigende Mieten und immer knapper werdenden Wohnraum vor allem in den Ballungszentren des Freistaats geben will. Dazu gehöre auch eine Verordnung, wonach erstmals bayernweit in besonders begehrten Stadtvierteln Mietwohnungen nur noch mit Genehmigung in Eigentumswohnungen umgewandelt werden dürfen.