Kritik

CSU sperrt sich gegen Biosprit-Verordnung Gabriels

In der CSU gibt es Widerstand gegen Teile des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung. In der Kritik steht zuvorderst die Beimischung von Bio-Ethanol, der einige Unionspolitiker offenbar nicht zustimmen wollen.

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Berlin (ddp/sm) - Der Chef der CSU-Landesgruppe, Peter Ramsauer, kündigte in der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) an, der geplanten Beimischungs-Pflicht von Bio-Ethanol beim Benzin nicht zustimmen zu wollen. Durch die für den 1. Januar 2009 geplante Neuregelung würden Autofahrer deutlich stärker belastet.

Auch der CSU-Verkehrspolitiker Andreas Scheuer forderte Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf, die geplante Verordnung zurück zu ziehen, solange nicht geklärt sei, in welchem Umfang Ethanol Schäden an Automotoren verursacht.

Nach der geplante Verordnung Gabriels müssen Normal- und Superbenzin künftig zehn Prozent Bio-Ethanol beigemischt werden. Viele Fahrzeuge seien dafür technisch aber nicht ausgelegt, so der ADAC. Nach Schätzungen des Verbands können bis zu 1,5 Millionen Pkw ab Januar 2009 keinen normalen Sprit mehr tanken, sondern müssten auf teures Super-Plus umsteigen.

Allein auf die Halter älterer Fahrzeuge könnten damit Mehrkosten von insgesamt 120 bis 150 Millionen Euro in einem Jahr zukommen, heißt es in einer Vorlage von Umweltpolitikern der großen Koalition, berichtet das Blatt.