Standpunkt

CSU-Landesgruppe: Energiepolitik muss wieder ideologiefreie Standortpolitik werden

Das Treffen von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit den Chefs der vier größten deutschen Energiekonzerne und den gigantischen Stromausfall in Amerika Ende vergangener Woche, hat die CSU-Landesgruppe zum Anlass genommen, erneut auf die Risiken eines Atomausstiegs hinzuweisen. Dies sei ein "ideologisch begründetes russisches Roulett".

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Zum Energiegipfel beim Bundeskanzler sowie dem Black-out in den Vereinigten Staaten erklärt der Vorsitzende der CSU- Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Michael Glos:

Der größte Stromausfall aller Zeiten in den Vereinigten Staaten zeigt die überragende Bedeutung einer gesicherten Energieversorgung. Die Bereitstellung nationaler Produktions- und gesicherter Übertragungskapazitäten stellt nicht nur eine privatwirtschaftliche Verantwortung, sondern auch eine zentrale staatliche Aufgabe dar. Der rot-grüne "Atomausstieg" wird damit auch zu einem Ausstieg aus der Energieversorgungssicherheit unseres Landes. Kernkraftwerke vorzeitig abzuschalten, ohne für notwendige Ersatzkapazitäten zu sorgen, ist allein ein ideologisch begründetes russisches Roulett.

Deutschland braucht stattdessen einen ausgewogenen Mix aus fossilen, atomaren Kern- und erneuerbaren Energien. Rot-Grün verweigert seit Jahren die dringend notwendige nationale Energiestrategie, weil sie die Offenlegung der unbezahlbaren Kosten und horrenden wirtschaftlichen Auswirkungen ihrer einseitig ökologisch gefärbten Energiepolitik vermeiden will. Stattdessen kennt Rot-Grün nichts Besseres als die Ökosteuer zu erhöhen. Die Sicherstellung einer nationalen Energieversorgung ist von strategischer Bedeutung für den Standort Deutschland. Um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein, müssten wir uns alle Optionen offen halten. Der mögliche Neubau kerntechnischer Anlagen muss genauso Teil der Szenarien bleiben, wie die Weiterentwicklung erneuerbarer Energietechnologien. Wenn Rot-Grün jedoch weiterhin nur von den Reservekapazitäten der vergangenen Jahre lebt und die Augen vor den Notwendigkeiten verschließt, drohen bald auch bei uns Katastrophen wie in den USA.