Keine Denkverbote

CSU lässt im Atomstreit nicht locker

Obwohl die SPD in den vergangenen Tagen klar gemacht hat, dass ein Ausstieg aus dem Kernenergieausstieg nicht zur Diskussion steht, lässt ihr Koalitionspartner nicht locker: Alexander Dobrindt, wirtschaftspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe, sprach sich gegen Denkverbote aus.

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Berlin (ddp/sm) - Die CSU strebt in der großen Koalition weiter eine Änderung der Atompolitik an und will längere Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke erreichen. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe, Alexander Dobrindt, sagte der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe), es dürfe in dieser Frage "keine Denkverbote" geben. Auf dem Energiegipfel der Bundesregierung im April müsse der Atomausstieg "wieder auf das Tablett gebracht und überdacht werden."

Dobrindt sagte, die Abschaltung von Kernkraftwerken komme so ohne weiteres nicht in Frage. Er sprach sich für eine Verlängerung der Laufzeiten unter Bedingungen aus. "Im Gegenzug müssen die Betreiber von Atomkraftwerken sich verpflichten, zusätzliches Geld für die Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien auszugeben."