Nach Zwischenfall in Slowenien

CSU-Generalsekretärin verlangt Verzicht auf geplanten Atomausstieg

CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer sieht sich durch den Zwischenfall in Krsko in ihrer Forderung nach einem Verzicht auf den Atomausstieg bestätigt. Deutschland erhöhe dadurch seine Abhängigkeit von Stromimporten. Dies betreffe auch "unsichere Kraftwerke in Mittel- und Osteuropa".

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München (ddp/sm) - Haderthauer betonte, der Vorfall in Slowenien zeige, "wie unüberlegt und kurzsichtig der von Rot-Grün beschlossene Atomausstieg ist". Sie fügte hinzu: "Deutschland hat die sichersten Kernkraftwerke der Welt. Es ist völlig unsinnig, sie nur aus ideologischen Gründen vorzeitig abzuschalten." Dadurch drohe zudem "eine massive Energielücke".

Hinzu komme, dass Deutschland durch den Atomausstieg seinen Spitzenplatz auf dem Gebiet der Kraftwerkstechnik einbüße, sagte Haderthauer. Die CSU-Generalsekretärin betonte: "Forschung und Entwicklung werden schon jetzt aus Deutschland abgezogen - dabei könnte Reaktortechnik Made in Germany einen wichtigen Beitrag bei der Modernisierung der Kernkraftwerke in Mittel- und Osteuropa leisten."

Auch die SPD und die Grünen müssten endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Kernenergie für viele Länder auf der Welt kein Auslaufmodell sei. Haderthauer fügte hinzu: "Wir sollten den Atomausstieg auch aus moralischen Gründen überdenken und zumindest die Restlaufzeiten für die sicheren deutschen Kernkraftwerke verlängern. Das wäre auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Durch eine Laufzeitverlängerung von acht Jahren ließe sich eine Milliarde Tonnen CO2 einsparen."