Unfallforschung

Crashtest: Ein Elektroauto ist keine "Strom-Bombe"

Der ADAC hat das erste Elektroauto aus Großserienproduktion, das es in Deutschland zu kaufen gibt, einem Crashtest unterzogen. Ergebnis ist, dass der Mitsubishi i-MiEV trotz Leichtbauweise, kurzem Vorbau und Hochspannungssystem eine gute Insassensicherheit bietet, wie der Autoclub in München mitteilte.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (dapd/red) - Die Fahrgastzelle sei stabil geblieben. Sowohl im Frontalcrash als auch beim Heckaufprall habe das Fahrzeug überzeugen können. Die Sicherheitssysteme des Autos hätten den Crash programmgemäß registriert und die Hochspannungselemente des Elektroautos automatisch abgeschaltet. Auch die Lithium-Ionen-Batterie sei samt ihrer 88 Zellen unbeschädigt geblieben.

Befürchtungen, dass sich Elektrofahrzeuge bei einem Unfall in gefährliche "Strom-Bomben" verwandeln, hätten sich somit nicht bestätigt. "Der Test hat gezeigt, dass sich Elektroautos in Sachen Sicherheit nicht hinter vergleichbaren Pkw mit Verbrennungsmotor verstecken müssen", fasste ADAC-Mitarbeiter Christian Buric das Testergebnis zusammen.

Die Auswertung des Tests zeigte, dass die sehr kurze und steife Knautschzone des Fahrzeugs die Aufprallenergie bei einem Crash mit Tempo 64 und 40 Prozent Überdeckung gut absorbierte. Die Armaturentafel wurde beim Aufprall leicht in den Innenraum gedrückt. Auch der Fußraum wurde leicht deformiert. Der Überlebensraum für die Insassen blieb erhalten. Fahrer- und Beifahrerairbag zündeten ordnungsgemäß, genauso wie die Gurtstraffer. In den Aufprallbereichen der unteren Extremitäten bestehe allerdings noch Verbesserungsbedarf, merkten die Unfallforscher an.