Pläne

Conrad will Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz ausbauen

Umweltministerin Margit Conrad (SPD) hat bei einem Gespräch mit Stromnetzbetreibern am Mittwoch in Mainz Pläne der Landesregierung bekräftigt, die Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz von derzeit etwa 30 Prozent des Stromverbrauchs deutlich anzuheben.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - Die verbrauchsnahe Stromerzeugung und der Ausbau der Stromnetze müssten weiter verbessert werden, betonte Conrad. Die Vertreter von RWE, Pfalzwerken und dem Verband kommunaler Unternehmen machten deutlich, dass sie im Hinblick auf die langfristige Versorgungssicherheit und die Netzstabilität dieses Ziel ebenfalls unterstützen wollten, wie das Umweltministerium weiter mitteilte. Eine Stärkung der Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz werde zudem Transportverluste reduzieren.

Weil derzeit Kraftwerke wegen günstiger Importkohle vor allem an der Küste sowie im Ruhrgebiet geplant würden, zeichne sich eine Überschreitung der vorhandenen Netzkapazitäten für Rheinland-Pfalz und andere südliche Bundesländer im Laufe der nächsten Jahre ab. Es könne hier daher zu Engpässen kommen, die sich negativ auf die Strompreise auswirken könnten.

Auch an der vorhandenen Stromtransporttrasse von Nord nach Süd besteht laut Conrad Ausbaubedarf. Rheinland-Pfalz sei hier mit der Hochspannungsleitung zwischen Weißenthurm (Kreis Mayen-Koblenz) und dem hessischen Bürstadt sowie zwischen Weißenthurm und Trier betroffen. "Die Genehmigungsverfahren sind zeitaufwändig und müssen deshalb zügig beginnen", sagte Conrad.