Energiebericht RLP

Conrad: Kommunen wichtige Partner bei Ausbau erneuerbarer Energien

Das Land Rheinland-Pfalz setzt auf das Engagement von Städten und Gemeinden bei dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. "Wir brauchen die Kommunen und Planungsgemeinschaften als strategische Partner zur Umsetzung der energiepolitischen Ziele", sagte Umweltministerin Margit Conrad (SPD)

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - Conrad stellte heute den ersten rheinland-pfälzischen Energiebericht der Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe vor. In diesem wurden erstmals detaillierte Daten zum Energieverbrauch und zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien auf regionaler Ebene erhoben. Für die einzelnen Gemeinden wurden Energiesteckbriefe erstellt. "Damit kann nun jede Kommune nachvollziehen, wo sie steht und ob sie den Anteil erneuerbarer Energien noch ausbauen kann", sagte Walter Görisch, Vorsitzender der Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe.

Der Bericht habe etwa ergeben, dass im Jahr 2006 in der Region rund 332 Millionen Kilowattstunden bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, etwa aus Solar- oder Windkraftanlagen, oder gewonnen wurden. "Das ist natürlich noch ausbaufähig", sagte Görisch. Im November will die Planungsgemeinschaft auf Basis des Berichts Kriterien für den weiteren Ausbau erarbeiten.

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise müsse auch vermehrt auf heimische Ressourcen gesetzt werden, um sich so unabhängiger zu machen, sagte Conrad. Ziel der Landesregierung sei es bis zum Jahr 2020 mindestens 30 Prozent des Gesamtstromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Conrad rief deshalb auch die anderen vier rheinland-pfälzischen Planungsgemeinschaften auf, dem Vorbild der Region Rheinhessen-Nahe zu folgen. Damit könne die Umsetzung deutlich an "Dynamik gewinnen".