Energieverschwendung vermeiden

Conrad fordert Zuschussprogramm für Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad (SPD) fordert ein Zuschussprogramm zum Ausbau der Nah- und Fernwärmenetze für die umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung. Sie verlange von der Bundesregierung, das Gesetz zur Kraft-Wärme-Kopplung entsprechend zügig zu novellieren.

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Bad Kreuznach (ddp-rps/sm) - "Die bei der Verbrennung von Strom und Wärme in herkömmlichen Kraftwerken und Heizkesseln unvermeidliche Energieverschwendung werden wir uns künftig nicht mehr leisten können", sagte die Ministerin am Montag auf einer Informationstagung mit rund 200 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Durch eine dezentrale Organisation der Stromerzeugung überall da, wo Abwärme eingesetzt werden könne, lasse sich das Energiepotenzial der Energiequellen optimal nutzen, betonte Conrad. Kraft-Wärme-Kopplung habe die größten Potenziale und sei technologisch ausgereift.

Johannes van Bergen, Präsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung (B.WKW), wies auf eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hin. Demnach könnten mittelfristig mehr als die Hälfte des Stroms und 30 Prozent der Wärme in Deutschland in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden. Derzeit liege der Abteil bei Strom bei zwölf Prozent. Die Methode sei kostengünstig und umweltfreundlich.