Strittig

CO2-Ziele: Furcht vor Anstieg der Strompreise

Liberale und Union sind offenbar uneins über die EU-Ziele zur Verringerung von Treibhausgasen. So warnt das FDP-geführte Wirtschaftsministerium unter anderem wegen steigender Strompreise vor dem von Röttgen favorisierten CO2-Reduktionsziel von 30 Prozent für die Europäische Union.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Bei einer solchen Verringerung der Treibhausgase bis 2020 im Vergleich zu 1990 würden "innerhalb der EU Länder überdurchschnittlich belastet, in denen Industrie eine wichtige Rolle spielt, die einen hohen Exportanteil haben und die eine eher hohe CO2-Intensität haben", heißt es in einer Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums, die der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagsausgabe) vorliegt.

Eine Verschärfung der CO2-Beschränkung in der EU würde die Strompreise in den einzelnen Mitgliedstaaten steigen lassen, heißt es in dem Papier weiter. Das könne pro Megawattstunde bis zu acht Euro Verteuerung bedeuten. Der Preis für Emissionszertifikate könnte der Untersuchung zufolge von 16 Euro pro Tonne im Jahr 2009 bei einem angestrebten Reduktionsziel von 30 Prozent auf bis zu 28 Euro pro Tonne ansteigen.

Am Dienstag legt die EU-Kommission einen Fahrplan zur langfristigen Treibhausgas-Kappung um 80 bis 95 Prozent bis zum Jahr 2050 vor.